Europäische Länder um Unterstützung Taiwans bei der WHA gebeten
Die taiwanische Ärzteallianz wird in wenigen Tagen europäische Länder um die Unterstützung von Taiwans Teilnahme an der Weltgesundheitsversammlung (WHA) beten.
Private Organisationen wie die Ärzteallianz werden dazu Vertretungen europäischer Länder in Genf besucht, der Stadt, in der die WHA Ende Mai stattfinden soll. Taiwan möchte mit der Teilnahme an der Hauptversammlung der Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen sein internationales Profil stärken.
Präsidentin Tsai Ing-wen versucht mittlerweile, wie der frühere DPP-Präsident Chen Shui-bian, auch zivilgesellschaftliche Organisationen in die internationale Lobbyarbeit Taiwans mit einzubeziehen.
Gestern hatte bereits der US-Vertreter in Taiwan dessen Teilnahme an der internationalen Versammlung in Genf Ende Mai begrüßt. Der Anmeldeschluss für die WHA ist der 8. Mai. Bisher hat Taiwan noch keine Einladung als Beobachter erhalten. Als Grund wird politischer Druck seitens Chinas vermutet, um Taiwan international im Sinne des Ein-China-Prinzips zu isolieren.
AIT-Vorsitzender bestätigt US-Unterstützung für eine WHA-Teilnahme Taiwans
Der Vorsitzende des Amerikanischen Instituts in Taiwan (AIT), James Moriarty, drückte am Dienstag seinen Unterstützung für eine Teilnahme Taiwans an der Weltgesundheitsversammlung (WHA) aus. Das AIT übernimmt in Abwesenheit diplomatischer Beziehungen botschaftsähnliche Funktionen.
Er machte seine Aussage bei seiner Eröffnungsrede für einen viertägigen Workshop für öffentliche Gesundheit im Rahmen des globalen Kooperations- und Trainigsrahmens zwischen den USA und Taiwan (GCTF) in Taipei. Auf dem Workshop werden Fragen zu Dengue-Fieber, dem Zika-Virus und anderen übertragbaren Krankheiten erörtert. Neben Vizepräsident Chen Chien-jen waren noch Taiwans Gesundheitsminister und Repräsentanten aus Singapur, Indonesien und Australien vor Ort.
Der AIT-Vorsitzende sagte, dass die USA Taiwans bedeutungsvollen und substantiellen Beitrag zur internationalen Gemeinschaft unterstützten und eine Fortführung der in den letzten acht Treffen gemachten Teilnahme Taiwans als Beobachter der WHA begrüßten.
Die 70. WHA findet vom 22. bis 30. Mai in Genf statt. Anmeldeschluss für die Veranstaltung ist der 8. Mai. Bisher hat Taiwan noch keine Einladung als Beobachter erhalten. Als Hintergrund wird eine Weigerung Chinas zur Teilnahme Taiwans angenommen. China hat die Gespräche mit Taiwan wegen der Nichtanerkennung des Ein-China-Prinzips nach dem Regierungswechsel im Mai letzten Jahres eingefroren.
Die Sprecherin des Außenministeriums Eleanor Wang wies heute auf die komplizierter als gewöhnliche Situation in diesem Jahr hin, man habe sich deshalb an die USA und andere befreundete Länder um Unterstützung gewandt. Außenminister David Lee räumte in der letzten Woche bereits eine wenig vielversprechende Situation für eine WHA-Teilnahme in diesem Jahr ein.
Quelle: RTI
- 27.04.2017 | Rubrik: Taiwan | 1068 Aufrufe
-
Alles, was Sie schon immer über den CHINESEN AN SICH UND IM ALLGEMEINEN wissen wollten!China ist in aller Munde. Ob wirtschaftlich, politisch oder – im wahrsten Sinne des Wortes – durch einen Besuch beim »Chinesen um die Ecke«. Doch was wissen wir eigentlich über »den Chinesen« oder die vielen Skurrilitäten im Reich der Mitte?
»Schnell festgelesen, oft zustimmend genickt und immer wieder herzlich gelacht – die ›Alltagssinologie‹ eröffnet dem China-Anfänger tiefe Einblicke in eine unbekannte Welt und bietet auch dem China-Veteranen viele neue Erkenntnisse.« (Dr. Cord Eberspächer, Direktor Konfuzius-Institut Düsseldorf)
Erfahren Sie, was Ihnen kein Reiseführer und kein Länder-Knigge verrät – und was Ihnen der Chinese an sich und im Allgemeinen am liebsten verschweigen würde.
Der Chinese an sich und im Allgemeinen - Alltagssinologie
Autor: Jo Schwarz
Preis: 9,95 Euro
Erschienen im Conbook Verlag, 299 Seiten
ISBN 978-3-943176-90-2