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Taiwans Steuersystem von EU gelobt

Der Einsatz der Regierung für eine faire und transparente Besteuerung wurde vom Finanzministerium als ein Hauptgrund genannt, warum Taiwan nicht auf die EU-Liste nicht kooperativer Staaten im Steuerbereich gesetzt worden ist.

Die Regierung der Republik China (Taiwan) ist entschlossen, faire und transparente Besteuerung zu fördern, und sie wird gemeinsam mit ihren internationalen Partnern daran arbeiten, Steuerhinterziehung, Betrug und Geldwäsche in aller Welt zu bekämpfen, verlautete das Finanzministerium am 6. Dezember, nachdem Taiwan nicht auf der Liste nicht kooperativer Staaten im Steuerbereich, welche der Rat der Europäischen Union (EU) am Tag zuvor veröffentlicht hatte, aufgeführt war.

Taiwan zählte zu den 92 Ländern und Territorien, die in einer Überprüfung enthalten waren, die im Januar dieses Jahres von der EU-Gruppe für gute Regierungsführung im Steuerbereich gestartet worden war und das Ziel verfolgt, Kooperation bei fairer Besteuerung, Besteuerungstransparenz und Umsetzung von Maßnahmen gegen Verminderung steuerlicher Bemessungsgrundlagen und das grenzüberschreitende Verschieben von Gewinnen [durch multinationale Konzerne] (Base Erosion and Profit Shifting, BEPS) zu fördern.

Nach Auskunft des Finanzministeriums wies das Regierungskabinett nach Eingang einer Anfrage der EU, sich an der Studie zu beteiligen, die betreffenden Behörden an, dem Ansinnen voll zu entsprechen und dazu detaillierte Informationen über das Steuersystem des Landes bereitzustellen. In ihrer Antwort im Oktober lobte die EU die Maßnahmen des Landes, gegen Steuervermeidung vorzugehen und die Informationstransparenz zu verbessern, teilte das Ministerium mit.

Die EU appellierte an Taiwan, Bemühungen zum Austausch relevanter Informationen fortzusetzen; Klauseln für Einkommenssteuer-Anreize im Gesetz über die Einrichtung und Verwaltung von Freihandelszonen abzuschaffen oder zu ändern; und die BEPS-Minimalstandards umzusetzen. In der Überprüfung hieß es ferner, Taiwan habe versprochen, die Multilaterale Konvention zu gegenseitigem administrativen Beistand in Steuersachen (Multilateral Convention on Mutual Administrative Assistance in Tax Matters, MAATM) zu unterzeichnen und zu ratifizieren oder bis Ende 2018 ein Geflecht von Abkommen unter Dach und Fach zu haben, das alle EU-Mitgliedsländer abdeckt.

Als Verfechter fairer Besteuerung behält Taiwan globale Entwicklungen bei Vermeidungs- und Hinterziehungspraktiken genau im Auge, berichtete das Finanzministerium und fügte hinzu, die Aufforderungen der EU stünden im Einklang mit den politischen Zielen der Regierung.

Taiwan wird weiter mit Ländern rund um den Erdball zusammenarbeiten, um Informationstransparenz und Maßnahmen gegen Steuervermeidung voranzubringen, betonte das Finanzministerium. Abgesehen davon, Taiwans globales Image aufzupolieren, würden diese Maßnahmen die Rechte und Wettbewerbsfähigkeit einheimischer Unternehmen, die sich in der EU betätigen, gewährleisten.

Insgesamt 17 Länder und Territorien waren auf die schwarze Liste der EU gesetzt worden, weil sie keine sinnvollen Maßnahmen ergriffen hatten, Defizite in ihren jeweiligen Steuersystemen wirksam anzugehen, oder weil sie keinen bedeutungsvollen Dialog mit betreffenden EU-Behörden aufgenommen hatten, die zu solchen Verpflichtungen hätten führen können.

Zu diesen Ländern zählen unter anderem Bahrain, Barbados, Macau, Namibia und Südkorea — letzteres war wegen Vorzugssteuerregeln in die Kritik geraten und weil das Land sich nicht festlegen wollte, diese bis 2018 zu ändern oder abzuschaffen.

Quelle: Taiwan Heute

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