Amerikanische Handelskammer Taipei für Abschluss eines FTA mit Taiwan
Die Amerikanische Handelskammer (AmCham) in Taipei unterstützt Taiwans Bestrebungen zum Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den USA.
AmCham brachte seine Haltung bei der Vorstellung des jährlich neu erstellten Weißbuches zum Ausdruck. Das Weißbuch enthält die dringendsten Anliegen zur Verbesserung des Geschäftsumfeldes und bildet die Gesprächsgrundlage der Kammer mit Taiwans Regierungsbehörden.
Das Präsidiala0t wies darauf hin, dass die Unterstützung von AmCham zur Aufnahme von Handelsgesprächen im Einklang mit der Regierungspolitik Taiwans stehe, man eine Fortführung des Dialogs mit der Kammer begrüße und weiter intensivieren wolle.
Voraussetzung für den Abschluss eines internationalen Handelsabkommens wären für Taiwan bei Verhandlungen von Agrarfragen die Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit und der Schutz der Rechte und Interessen von Taiwans Landwirten.
Bei der Lebensmittelsicherheit wolle man sich an internationalen Standards orientieren und die Risikobewertung von Lebensmitteln solle auf Basis wissenschaftlicher Beweise erfolgen.
Im Weißbuch wurden auch Taiwans frühere Beitrittswünsche zum Freihandelsabkommen der Trans-Pazifischen-Partnerschaft (TPP) erwähnt, wobei es jetzt allerdings wegen des Austritts der USA aus dem TPP fraglich sei, ob Taiwan die politischen Beitrittsbarrieren überwinden könne. Alternativ könnte der Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den USA sein, Vorraussetzung dafür wäre aber ein Klärung der Frage des Imports von US-Schweinefleisch.
Kabinettsprecher Hsu Kuo-yung wies darauf hin, dass AmCham eine zivile Organisation sei und man zu nicht-offiziellen Aussagen keine Stellung nehmen könnte.
Quelle: RTI
- 09.06.2017 | Rubrik: Taiwan | 839 Aufrufe
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