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Unterstützung für Taiwans Teilnahmewunsch an der WHA

Vertreter aus den USA, Deutschland, Australien und Burkina Faso unterstützten neben 11 diplomatischen Verbündeten bei der am Montag in Genf eröfffeneten Weltgesundheitsversammlung (WHA) Taiwans Bestrebungen zur Teilnahme, teilte am Dienstag Taiwans Außenministerium mit.

Am Vortag hatte die WHA gegen den Antrag Taiwans zur Teilnahme als Beobachter an der diesjährigen Versammlung entschieden. Die WHA ist die entscheidungfindende Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Der US-Gesundheitsvertreter Tim Price drückte seine Enttäuschung über die Nichteinladung Taiwans zur diesjährigen Veranstaltung aus und versicherte die Verpflichtung der USA, dass Taiwan nicht von der WHO ausgeschlossen sein solle. Ähnlich äußerte sich Australien, welches sowohl der WHO als auch der WHA empfahl, sich offener zu zeigen.

Der deutsche Gesundheitsminister Helmut Gröhe sagte, dass Berlin ohne Einschränkungen die bedeutungsvolle Teilnahme aller Körperschaften unterstütze und bedauerte die Tatsache, dass nicht alle der Beobachter der früheren Jahre zum diesjährigen Treffen eingeladen wurden. Von deutscher Seite hoffe man darauf, diese Lücke im Jahr 2018 zu schließen.

Burkina Fasos Gesundheitsminister bedankte sich für die Untestützung afrikanischer Gesundheitseinrichtungen, der Ausbildung und Krankheitsbekämpfung durch Taiwan und drückte seine Hoffnung auf die Akzeptanz Taiwans als Beobachter bei der WHA aus. Auch er sprach sich dafür aus, dass niemand von der WHA ausgeschlossen würde.

Taiwan nahm erstmals im Jahr 2009 an einem WHA-Treffen teil. Im Jahr zuvor kam der frühere Präsident Ma Ying-jeou an die Macht und verfolgte gegenüber China eine beschwichtigendere Politik.

Der diesjährige Ausschluss Taiwans von der WHA wird als weiterer Versuch Chinas bei der Ausgrenzung Taiwans auf internationaler Ebene gewertet. Die seit einem Jahr an der Macht befindliche Regierung der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) teilt nicht die von China geforderte Auffassung der Anerkennung des einen Chinas.

Quelle: RTI

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