10. März: Flagge zeigen für die Menschenrechte in Tibet
Gewalt und Repressionen sind in Tibet Alltag. Besonders akut ist die Situation im buddhistischen Lehrinstitut Larung Gar im osttibetischen Serthar.
Seit dem 20. Juli 2016 wurden auf Anordnung der chinesischen Regierung bereits Tausende Gebäude von Bulldozern niedergewalzt, unzählige Nonnen und Mönche vertrieben. Die Regionalgruppe München der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) macht am 10.03. mit einer Mahnwache auf die katastrophale Menschenrechtslage in Tibet aufmerksam. Anlass ist der 10. März, Gedenktag an den gewaltsam niedergeschlagenen Volksaufstand in Tibet von 1959. Zum 10. März ruft die TID mit ihrer Kampagne “Flagge zeigen für Tibet!” bundesweit Städte und Bürger dazu auf, die tibetische Flagge zu hissen und damit ihre Solidarität mit Tibet zu bekunden.
“Die Tibeter leben im eigenen Land in einer Atmosphäre der Angst und gehen trotzdem - auch nach fast 70 Jahren Unterdrückung - den Weg des gewaltlosen Widerstands. Das verdient unsere uneingeschränkte Solidarität. Wir zeigen Flagge für Tibet, weil wir ein deutliches Zeichen für die Menschenrechte setzen wollen. Die Zerstörung von Larung Gar ist ein gezielter Angriff auf die Religionsfreiheit und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes. Nicht nur die Bundesregierung, sondern auch internationale Gremien, wie der UN-Menschenrechtsrat, sind in der Pflicht, zu handeln und sich gegenüber der chinesischen Regierung für einen sofortigen Stopp der Zerstörung und Vertreibung auszusprechen”, sagt Kathrin Brandtner Gruppensprecherin der TID- Regionalgruppe München.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, die Mahnwache redaktionell zu begleiten.
- Wer: Regionalgruppe München der Tibet Initiative Deutschland e.V.
- Was: Mahnwache
- Wann: 10.03.2017; 18-20 Uhr
- Wo: Sendlinger Str. 8, 80331 München
Hintergrund zum 10. März und zur Kampagne “Flagge zeigen für Tibet!”
Als Folge der Besetzung und Unterdrückung Tibets durch China im Jahr 1949/50 erhob sich das tibetische Volk am 10. März 1959 gegen die chinesische Besatzungsmacht. Aus Sorge um das Leben des Dalai Lama versammelten sich etwa 300.000 Tibeter vor seiner Sommerresidenz Norbulingka. Der Dalai Lama musste ins Exil nach Indien fliehen, und der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben. Als Folge leben heute etwa 150.000 der sechs Millionen Tibeter im Exil.
Hintergrund zur Menschenrechtslage in Larung Gar
Seit dem 20. Juli 2016 wird das weltweit größte Lehrinstitut für den tibetischen Buddhismus, Larung Gar, im osttibetischen Serthar, auf Anordnung der chinesischen Regierung mit Bulldozern dem Erdboden gleichgemacht. Bereits 2001 zerstörten chinesische Sicherheitskräfte dort Unterkünfte und Versammlungshallen und vertrieben Mönche und Nonnen.
Pressemitteilung der ID-Regionalgruppe München
- 06.03.2017 | Rubrik: Tibet | 101 Aufrufe
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