Taiwan will Daten aller US-Kontoinhaber an US-Steuerbehörden weiterleiten
Die taiwanische Regierung will künftig die persönlichen Daten aller US-Kontoinhaber an die US-Steuerbehörden weiterleiten.
Die Regierung Taiwans unterzeichnete am 22. Dezember ein dahingehendes Abkommen mit den Vereinigten Staaten, dass nun noch vom taiwanischen Parlament bestätigt werden muss. Mit dem Abkommen werden die taiwanische Banken verpflichtet, die persönlichen Daten zu übersenden. Andernfalls werden die US-Behörden 30 Prozent des Werts aller Überweisungen des Kundens von den USA nach Taiwan als Pauschalsteuer einbehalten. Die Banken konnten dieser Pflicht bisher über die freiwillige Zustimmung der Bankkunden nachkommen. Zuvor hatte sich Taiwan verpflichtet, die Gesamtzahl der dieser Datenübermittlung nicht zustimmenden US-Kontoinhaber und das Gesamtvolumen aller Guthaben an die US-Behörden weiterzuleiten.
Mit der jetzigen Verschärfung des Abkommens würden auch die persönlichen Daten der Bankkunden ohne deren Zustimmung und ohne konkreten Verdacht auf Steuerhinterziehung an die US-Behörden übermittelt werden. Es ist unklar, welchen Nutzen die taiwanische Regierung aus dem Abkommen zieht, da es im Gegenzug kein Auskunftsrecht bezüglich taiwanischer Kontoinhaber in den Vereinigten Staaten erhalten hat. Ähnliche Datentransferzustimmungen in die USA sollen noch mit 91 weiteren Ländern bestehen, so das taiwanische Bankenbüro heute.
Quelle: RTI
- 29.12.2016 | Rubrik: Taiwan | 1807 Aufrufe
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