Asiens größte Wasseraufbereitungsanlage nimmt in China den Dienst auf
Chinas Städte leiden unter Wassermangel. Um diesem Problem zu begegnen, wurde gestern die größte Wasseraufbereitungsanlage Asiens in der chinesischen Hauptstadt in Betrieb genommen.
Am vergangenen Donnerstag wurde die Huaifang-Wasseraufbereitungsanlage in der chinesischen Hauptstadt Peking offiziell in Dienst gestellt. Die Anlage im Süden Pekings gilt als die größte Wasseraufbereitungsanlage in China und sogar in ganz Asien. Sie liegt vollständig unter der Erdoberfläche und ist in der Lage, täglich 600.000 Kubikmeter Wasser aufzubereiten. Diese Menge entspricht dem gesamten durchschnittlichen Wasserkonsum von zwei Millionen Familien. Dadurch soll das Problem der Abwasseraufbereitung im südlichen Teil Pekings völlig gelöst und die Wasserqualität der betreffenden Gewässer weiter verbessert werden.
Nach der Inbetriebnahme soll die Abwasserreinigungskapazität im Pekinger Stadtzentrum von 2,73 Millionen Kubikmetern um 60 Prozent auf 4,17 Millionen Kubikmeter gesteigert und jährlich knapp eine Milliarde Kubikmeter Wasser mit einer Qualität der Stufe 4 aufbereitet werden. Diese Qualität ist für See- und Flussregulation, Grünflächenbewässerung, industrielle Kühlung sowie für die allgemeine Verwendung durch die Stadtverwaltung problemlos geeignet. Dadurch soll der Wassermangel gemildert und die Verbesserung des Abwassersystems vorangetrieben werden. Die Anlage löst das Problem der Wasserreinigung im Pekinger Stadtzentrum grundlegend, da es der Wasserverschmutzung in allen Wasserläufen innerhalb der Pekinger Innenstadt begegnet und die Wasserqualität deutlich erhöht.
Seit diesem Jahr führt die Stadt Peking ihren zweiten Dreijahresplan durch, in dessen Verlauf 15 Wasseraufbereitungsanlagen modernisiert und 27 neue aufgebaut werden sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei darauf, das Problem des direkten Ausflusses von Abwässern am Stadtrand und den Mangel an Abwasseranlagen in Dörfern mit wichtigen Wasserquellen sowie in Tourismusorten zu lösen. Ziel ist es, die Abwässer vollständig aufzusammeln, zu behandeln und aufzubereiten.
Darüber hinaus soll die Wasserqualität von 665 Kilometern schwer verschmutzter Gewässer von 141 Pekinger Flüssen kontrolliert werden und Ende 2018 schwarze oder übelriechende Gewässer in Peking der Vergangenheit angehören.
Quelle: People’s Daily
- 30.10.2016 | Rubrik: Natur und Umwelt | 6627 Aufrufe
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