China: Peking will Smog gesetzlich als Unwetterkatastrophe klassifizieren
Peking plant ein Gesetz auf den Weg zu bringen, um Smog als eine Form von Extremwetterereignis zu definieren.
Im Falle schweren Smogs könnte die Stadt damit Notfallmaßnahmen wie Verkehrskontrollen und Arbeitsstopps ergreifen. Der ständige Ausschuss des Pekinger Volkskongresses, der Gesetzgeber der chinesischen Hauptstadt, hat am Donnerstag einen Verordnungsentwurf über den Unwetterkatastrophenschutz überprüft.
Laut Liu Zhengang, dem Direktor des Amtes für legislative Angelegenheiten in Peking, gehöre Peking zu den Gebieten, die von meteorologischen Extremereignissen betroffen seien. In den vergangenen Jahren sei Peking häufig von Regenstürmen, Kaltfronten, Sandstürmen, Hagel und Smog heimgesucht worden. Von 2001 bis 2014 seien in Peking 111 Menschen durch Unwetterkatastrophen ums Leben gekommen, die zudem wirtschaftliche Verluste von 22,5 Milliarden Yuan (3 Milliarden Euro) verursacht haben.
“Smog wurde in der Vergangenheit noch nicht in den Verordnungen aufgeführt, da das Problem der Luftverschmutzung nicht so gravierend war. Nach sorgfältiger Überprüfung soll Smog in Zukunft aber zu den meteorologischen Katastrophen gerechnet werden”, erklärt Liu.
Im Zuge der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung steht Smog bereits seit längerem im Fokus der Öffentlichkeit und Regierungsarbeit. Die Stadt Tianjin und die Provinz Hebei haben Smog sogar bereits gesetzlich als Unwetterkatastrophe definiert.
Nach der Verabschiedung könnte die Stadt Peking in Zukunft bei Smog eine Reihe von Notfallmaßnahmen ergreifen, wie Verkehrskontrollen, Stopps von Großveranstaltungen, Arbeits- und Lehrtätigkeiten sowie Gas- und Wasserversorgungkontrollen für Produktionseinheiten.
Quelle: People’s Daily
- 28.05.2016 | Rubrik: Natur und Umwelt | 1219 Aufrufe
-
Alles, was Sie schon immer über den CHINESEN AN SICH UND IM ALLGEMEINEN wissen wollten!China ist in aller Munde. Ob wirtschaftlich, politisch oder – im wahrsten Sinne des Wortes – durch einen Besuch beim »Chinesen um die Ecke«. Doch was wissen wir eigentlich über »den Chinesen« oder die vielen Skurrilitäten im Reich der Mitte?
»Schnell festgelesen, oft zustimmend genickt und immer wieder herzlich gelacht – die ›Alltagssinologie‹ eröffnet dem China-Anfänger tiefe Einblicke in eine unbekannte Welt und bietet auch dem China-Veteranen viele neue Erkenntnisse.« (Dr. Cord Eberspächer, Direktor Konfuzius-Institut Düsseldorf)
Erfahren Sie, was Ihnen kein Reiseführer und kein Länder-Knigge verrät – und was Ihnen der Chinese an sich und im Allgemeinen am liebsten verschweigen würde.
Der Chinese an sich und im Allgemeinen - Alltagssinologie
Autor: Jo Schwarz
Preis: 9,95 Euro
Erschienen im Conbook Verlag, 299 Seiten
ISBN 978-3-943176-90-2