Grausamer Mord an vierjährigem Mädchen in Taiwan
Am Montag wurde in Taiwans Hauptstadt Taipei ein vierjähriges Mädchen auf grausame Art und Weise mit einem Fleischerbeil ermordet.
Das Mädchen befand sich gegen Mittag mit ihrer Mutter auf dem Weg zur U-Bahnstation Xihu im Taipeier Neihu Stadtviertel.
Ein Mann namens Wang Ching-yu näherte sich dem Mädchen, nachdem es von ihrem Fahrrad gefallen war, und ermordete es daraufhin mit einem Fleischerbeil auf grausame Art und Weise.
Die Mutter, die nur wenige Meter entfernt auf ihrem Fahrrad fuhr, konnte ihrer Tochter nicht rechtzeitig zur Hilfe kommen. Ladenbesitzer überwältigten den Mörder schließlich, woraufhin er von herbeigerufenen Polizisten verhaftet wurde.
Der Mann soll das Fleischerbeil am selben Tag gekauft haben, die Motive für den Mord sind weiterhin unklar. Der 33-jährige arbeitslose Mann soll das Mädchen nicht gekannt haben.
Als der Mann später aus der Polizeistation abgeführt werden sollte, konnten Polizisten eine aufgebrachte Menge von Anwohnern nur mit Not an einer Selbstjustiz hindern. Am Tatort wurden für das verstorbene Mädchen von Anwohnern große Mengen an Blumen niedergelegt.
Taipeier Mordfall führt zu Diskussion um Verhinderung und Bestrafung der Täter
Der Taipeier Mordfall hat in Taiwan zu Diskussionen über die Verhinderung solcher Straftaten geführt. Einige fordern die Todesstrafe für den Mörder, die in Taiwan für schwere Gewaltverbrechen ausgesprochen werden kann. Die Europäische Union hat sich dagegen in Taiwan für die Abschaffung der Todestrafe ausgesprochen.
Premier Simon Chang sagte dazu heute: “Wir haben die Todesstrafe nie abgeschafft. Viele Leute wollen sie abschaffen, aber im Gesetz steht sie noch immer. Sollten wir die Gesetze und die derzeitige Situation ändern wollen, muss die Zustimmung in der Gesellschaft dafür sehr hoch sein. Vom U-Bahn Mord von 2014 bis heute wird ersichtlich, dass wir von einem Konsens zur Abschaffung der Todesstrafe noch weit entfernt sind. Ich bin ein Regierungsmitglied und überlasse dieses Thema dem Konsens der Leute.”
Die Mutter des ermordeten Mädchens will die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern, damit derartige Morde in Taiwan auch langfristig nie wieder passieren. Sie sagte gestern, dass die taiwanische Gesellschaft dahingehend den Familienzusammenhalt stärken und die Bildung verbessern sollte.
Der Bürgermeister Taipeis, Ko wen-je, meinte: “Bezüglich dieser sogenannten zufälligen Morde… Wir haben zwar noch nicht abschließend geklärt, warum dieser Mann das tat. Aber es ist klar, dass diese Art von Mörder keine Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenabhängigen sind. Ihre Persönlichkeit ist gewalttätig. Das Wichtige ist hier, herauszufinden, wie wir diesen Menschen als Gesellschaft begegnen, damit sie nicht zu einer Gefahr für uns werden. Wir sollten sie nicht erst nach ihrer Tat bestrafen, ich denke das ist keine gute Methode.”
Quelle: RTI
- 30.03.2016 | Rubrik: Taiwan | 1096 Aufrufe
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