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Uni in China stoppt Tierversuche

Die Xian Medical University in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi hat die Operationspraxis an Tieren zu Übungszwecken verboten, nachdem Netizens ihr vorgeworfen hatten, Laborhunde zu misshandeln.

Nachdem Bilder von auf dem Dach angeketteten, verwundeten Hunden im Internet kursierten, hat die Xian Medical University Operationen an Versuchshunden verboten.

Der Vorfall hat laut Angabe des Ministeriums für Wissenschaft und Technik öffentliche Bedenken über den Schutz von Labortieren in China angeregt.

In der Volksrepublik werden jedes Jahr mindestens zwölf Millionen Tiere – hauptsächlich Mäuse – zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet. Auch Hasen, Meerschweinchen, Hunde und Affen dienen als Versuchstiere.

Der offizielle Mikroblog der Universität vermeldete am Sonntag, dass Nachforschungen ergeben hätten, dass die Hunde misshandelt und ihre Kadaver unsachgemäß behandelt worden seien.

“Wir haben das Personal aufgefordert, sich der Sache umgehend anzunehmen und die klinische Fakultät angewiesen, die Praxis der Tierversuche zu beenden und den Tierschutz zu verbessern”, heißt es in der Bekanntmachung.

Am Samstag sind auf einem anonymen Blog Fotos aufgetaucht, die mehr als zehn Hunde mit blutenden Wunden auf dem Dach der Universitätsklinik zeigten.

Nachdem der Post im Internet viral wurde, machten sich am Sonntag mehrere Hundeliebhaber zur im Norden von Xian gelegenen medizinischen Fakultät auf, um die Tiere zu befreien. Man fing sie vor der Uni ab und erklärte ihnen, dass die Hunde weggebracht wurden und in Behandlung seien.

Ein Lehrer namens Feng erklärte, dass es sich bei den verletzten Tieren auf dem Foto um Versuchshunde handle, an denen die Studenten am Freitag medizinische Verfahren durchgeführt hatten. Sie seien nur vorübergehend auf dem Dach untergebracht worden.

“Wir arbeiten mit einer professionellen Organisation zusammen, die die Hunde nach den Eingriffen medizinisch versorgt”, sagt Feng mit dem Hinweis darauf, dass der Online-Post die Situation dramatisiert habe.

Die Studenten würden den Hunden zu Übungszwecken den Blinddarm entfernen.

Wu Zhenhua, ein Labortechniker an einer anderen Universität in Xian sagte gegenüber China Daily, dass es zur Erlernung von Operationstechniken notwendig sei, dass Studenten Operationen an Tieren durchführen. Die toten Tiere würden begraben werden.

Auch die provinzielle Erziehungsbehörde betonte, dass Tierversuche in Medizin und Forschung unabdingbar seien, die Vorgehensweisen und Entsorgungsmethoden jedoch standardisiert und streng befolgt werden müssten.

Bis zur Verbesserung der Management-Methoden sind Tierversuche an der Xian Medical University vorerst verboten. Auch hat die Hochschule bereits Schulungsmaßnahmen durchgeführt, um ein Bewusstsein für einen sorgsamen und respektvollen Umgang mit Versuchstieren zu schaffen.

Quelle: People’s Daily

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