München bringt Bewegung in die Sache Tibet
Mehr als 40 Läufer und Läuferinnen - darunter 8 Münchner Tibeterinnen und Tibeter – gehen beim München Marathon am Sonntag, 11.10.2015, als Team Tibet München an den Start.
Sie alle werden für ihre Überzeugung starten und schwitzen: ein selbstbestimmtes Tibet, in dem Menschenrechte und Freiheit eine Selbstverständlichkeit sind.
Die Notwendigkeit als Team Tibet bei einem Sportevent dieser Größe anzutreten ist so aktuell wie nie. Erst im August dieses Jahres hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschlossen, die Olympischen Spiele 2022 erneut in Peking auszutragen. Aus Sicht vieler Menschenrechtsaktivist*Innen ist das eine Katastrophe. Das Team Tibet entstand 2008 aus Protest gegen die harschen Bedingungen, denen die Tibeter und Tibeterinnen während der Olympischen Sommerspiele ausgesetzt waren. Es bleibt zu hoffen, dass sich die dramatischen Ausschreitungen und Unruhen von 2008 im Jahr 2022 nicht wiederholen werden.
Die Tibeter dürfen ihre Sprache nicht sprechen, ihre Religion nicht ausüben und über ihre Ressourcen nicht selbst bestimmen. Genauso wenig dürfte ein Sportteam unter tibetischer Flagge bei internationalen Sportevents antreten. Das Team Tibet zeigt stellvertretend Flagge für die Tibeter*Innen, die seit Jahren in ihrem eigenen Land unterdrückt werden. Auf eindrucksvolle und friedliche Art und Weise macht die Kampagne die Menschenrechtsverletzungen sichtbar.
Pressemitteilung der:
Tibet Initiative Deutschland e.V.
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Die Tibet Initiative Deutschland e.V. setzt sich seit 1989 für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein. Mit bundesweit 60 Regionalgruppen und Kontaktstellen und rund 2000 Mitgliedern, gibt sie Tibet eine starke Stimme. Die Regionalgruppe München der TID besteht seit 2008. In München und Umgebung organisieren rund zehn Ehrenamtliche politische sowie kulturelle Veranstaltungen, um über die Situation Tibets zu informieren.
- 05.10.2015 | Rubrik: Tibet | 1221 Aufrufe
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