China sucht chinesischen Namen für Feinstaubbelastung
Da die internationale Bezeichnung “PM2.5” einer der am häufigsten gesuchten Worte im chinesischen Internet ist, sucht China nun nach einer chinesischen Bezeichnung.
Particulate Matter, kurz als PM-Standard, ist die internationale Bezeichnung für Feinstaub. Die Definition des Feinstaubs geht zurück auf den im Jahre 1987 eingeführten “National Air Quality”-Standard for Particulate Matter der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA. Die mit dem US-Standard eingeführte PM-Kategorisierung stellt eine grundlegende Veränderung in der Bewertung von Immissionen dar.
China möchte wie immer einen eigenen Weg gehen und sucht nun nach einem eigenen Namen. “PM2.5” wurde aufgrund der extremen Feinstaubbelastungen in Chinas Städten zu einem der am häufigsten gesuchten Begriffe im chinesischen Internet. Nach einer Meldung der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur “Xinhua” ist nun das “National Committee for Terms in Sciences and Technology” dabei, eine chinesische Bezeichnung zu finden.
Auch in den Augen der “Chinesischen Akademie der Wissenschaften” ist eine Namensänderung dringen notwendig. Bereits heute gibt es zu viele englische Wörter im täglichen Leben der Chinesen.
Chinas Internet-User reagieren mit Unverständnis. Eine Namensänderung würde nicht die tatsächlichen Probleme beheben. Der erhebliche Smog und die damit verbundene Feinstaubbelastung ist ein altes Problem in Chinas Metropolen. Seit Jahresbeginn herrschen jedoch in vielen Teilen im Reich der Mitte nie dagewesene Werte.
Das Tagesmittel für PM2.5 nach WHO liegt bei 25 µg/m³ ohne zulässige Tage, an denen eine Überschreitung möglich ist. Nach internationalem Standard kann die Luft als “gut” bezeichnet werden, solange der Tagesmittelwert unter 50 µg/m³ liegt.
China hat, sicherlich aufgrund der schlechten Luft in nahezu allen Millionenmetropolen, einen eigenen Standard zur Messung der Schadstoffbelastung. Die nach Chinas neuem Grenzwert maximal erlaubte Menge an PM2.5 Partikeln beträgt 75 µg/m³.
Die Ankündigung einen neuen Namen oder eine chinesische Bezeichnung für “PM2.5”, zu finden, blieb bei den “Netizens” nicht ungehört. Ungefragt reichten die chinesischen Internet-User Formulierungen ein, die ihrer Meinung nach ausgesprochen chinesische sind. Ob konventionell (giftiger Staub), beschreibend (”Life 25% Shorter Index”) oder kreativ (”Harmony Particle”). Der Ideenreichtum kennt keine Grenzen.
Im Sinne der Regierung dürften die wenigsten der eingereichten Vorschläge sein, zumal einige die Namensfindung zum Anlass nehmen, ihren Unmut über die chinesische Regierung zum Ausdruck zu bringen. “Shitizen 250” ist einer dieser Bezeichnungen. PM ist die Abkürzung Pi Min (chinesisch: 屁民), einem Begriff, der ins deutsche mit “Bürger, die von ihrer Regierung wie Scheiße behandelt werden” übersetzt werden könnte. “250” ist ein “Slang”, der für “dumm” steht.
Quellen: Xinhua News: 我国拟为“PM2.5”定中文名 , China wants to find PM2.5 a Chinese name, Netizens chime in, Redaktion: Jo Schwarz, www.schwarzfarbig.com
- 28.02.2013 | Rubrik: Lustiges | 5159 Aufrufe
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Alles, was Sie schon immer über den CHINESEN AN SICH UND IM ALLGEMEINEN wissen wollten!China ist in aller Munde. Ob wirtschaftlich, politisch oder – im wahrsten Sinne des Wortes – durch einen Besuch beim »Chinesen um die Ecke«. Doch was wissen wir eigentlich über »den Chinesen« oder die vielen Skurrilitäten im Reich der Mitte?
»Schnell festgelesen, oft zustimmend genickt und immer wieder herzlich gelacht – die ›Alltagssinologie‹ eröffnet dem China-Anfänger tiefe Einblicke in eine unbekannte Welt und bietet auch dem China-Veteranen viele neue Erkenntnisse.« (Dr. Cord Eberspächer, Direktor Konfuzius-Institut Düsseldorf)
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