Marktbericht Asien: Quartalsberichte von Sinopec und China Construction Bank überzeugen
An Asiens Märkten war der Handelsumsatz heute sehr gering. Als Ursache wurden die Vorbereitungen auf den Hurrikan Sandy angeführt, der heute auf die US-Ostküste treffen wird.
Die New Yorker Börse soll heute deswegen geschlossen bleiben. Neben enttäuschenden Quartalsberichten belastete eine neue Regelung der Hongkonger Stadtverwaltung.
Hongkong macht mit dem Kampf gegen Immobilienspekulationen ernst: Heute wurde bekannt, dass neue Maßnahmen zur Abkühlung des Immobilienmarktes eingeführt werden. Darunter befindet sich auch eine Steuer von 15 Prozent auf Immobilienkäufe, die von Ausländern getätigt werden. Dies gilt als eine der bislang ehrgeizigsten Reaktionen der chinesischen Sonderhandelszone und zielt insbesondere auf Investoren vom chinesischen Hauptland ab. Unterdessen ist die Berichtsaison im vollen Gange – und hat bislang eher durchwachsene Resultate mit sich gebracht. In Japan wurden die Verluste jedoch durch die Hoffnung auf eine monetäre Lockerung der Notenbank begrenzt. Die Mitglieder der Bank of Japan werden sich Mitte dieser Woche treffen.
Japan: Entsetzen über Honda
Der Nikkei 225 schloss heute mit einem nur marginalen Verlust von 0,04 Prozent auf 8.929 Stellen. Da Honda Motor seine Jahresprognose gesenkt hat, fiel der Kurs um 4,6 Prozent und war damit der zweitschlechteste Wert im Leitindex. Auch die Konkurrenz wurde davon belastet, darunter Mazda Motor (- 3,1 Prozent), Nissan Motor (- 2,2 Prozent) und Toyota Motor (- 1,6 Prozent). Die Aktie von NTT DoCoMo verbilligte sich um 6,0 Prozent, nachdem der Mobilfunkkonzern bereits am Freitag seine Jahresgewinnprognose gesenkt hatte. Bei Exportwerten kam es vereinzelt zu Gewinnmitnahmen. Auf der Verliererliste standen zudem Hitachi Construction Machinery (- 2,6 Prozent), Sharp (- 2,4 Prozent) und Ricoh (- 2,0 Prozent). Der größte Gewinner mit einem Plus von 5,7 Prozent war hingegen NEC Im Septemberquartal konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent steigern. Weitere Gewinner waren Toray Industries (+ 3,6 Prozent), Kansai Electric Power (+ 3,5 Prozent) und Nisshin Steel (+ 3,4 Prozent).
Hongkong: Immobilienkonzerne im Abseits
Der Hang Seng Index korrigierte heute 0,2 Prozent auf 21.511 Zähler. Der stärkste Blue-Chip war heute die China Petroleum & Chemical Corp. Der Kurs legte 2,9 Prozent zu, obwohl der Nettogewinn im Septemberquartal gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent gefallen ist. Allerdings wurde gegenüber dem Vorquartal ein Plus von 65 Prozent verbucht und die Analystenschätzungen übertroffen. Da der Nettogewinn der China Construction Bank um 12 Prozent zugelegt hat, verzeichnete die Aktie einen Kursgewinn von 0,9 Prozent. Zu Kursgewinnen kam es auch bei China National Building Material (+ 4,0 Prozent), BYD (+3,6 Prozent) und PetroChina (+ 2,1 Prozent). Aufgrund der neuen Immobilien-Vorschriften der Honkonger Stadtverwaltung gehörten Immobilienkonzerne heute zu den großen Verlierern. Im Hang Seng rangierten dementsprechend auf den letzten Plätzen Henderson Land Development, Sino Land (jeweils - 6,4 Prozent) und New World Development (- 6,3 Prozent). Schwach waren auch Yanzhou Coal Mining (- 5,0 Prozent), New China Life Insurance (- 2,2 Prozent) und Dongfeng Motor Group (- 1,7 Prozent).
Indien schafft ein Plus
Indiens Sensex verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 18.636 Zähler. Südkoreas Kospi schloss unverändert auf 1.891 Punkte. Der thailändische SET verbuchte ein Minus von 0,2 Prozent auf 1.279 Stellen. Auch der chinesische Shanghai Composite korrigierte um 0,3 Prozent auf 2.059 Zähler. Taiwans TAIEX gab 0,6 Prozent ab auf 7.092 Punkte.
Quelle: emfis
- 29.10.2012 | Rubrik: Börse | 4517 Aufrufe
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