Rüstungsaktien in China steigen durch den Inselstreit mit Japan
Obwohl die Regierung in Peking bislang, zumindest offiziell, noch keine Bestellung in Auftrag gegeben hat, sind chinesische Aktien aus dem Bereich der Rüstungsindustrie seit Anfang des Monats auf dem Vormarsch.
Der Inselstreit mit beflügelt den Aktienmarkt in China, da Chinas Rüstungsindustrie mit staatlichen Aufträgen in Höhe von 16 Milliarden Euro rechnet.
Während die japanischen Fabriken in der Volksrepublik China mit einem satten Minus für das Jahr 2012 rechnen müssen, freut sich Chinas Rüstungsindustrie über den Inselstreit mit Japan.
Nachdem am vergangenen Dienstag Chinas erster Flugzeugträger “Liaoning” offiziell in Dienst gestellt wurde, fehlt es China noch an den entsprechenden Trägerkampfgruppen. Unter einer Flugzeugträgerkampfgruppe versteht man einen multifunktionellen Marineverband, der sich aus einem Flugzeugträger und Begleitschiffen zusammensetzt.
Das chinesische Unternehmen “Sinolink Securities” kommt bei einer konservativen Schätzung für eine Trägerkampfgruppe auf ein staatliches Auftragsvolumen von rund 7,9 Milliarden Euro. Nach Ansicht des Unternehmens benötigt China jedoch mindestens zwei Flugzeugträgerkampfgruppen, “um die Souveränität des Ost- und Südchinesischen Meeres zu schützen”.
Aber nicht nur die chinesische Rüstungsindustrie, auch Zulieferunternehmen würden erheblich bei einer entsprechenden Auftragserteilung profitieren. Die “China State Shipbuilding Corporation”, die Schiffsrümpfe und Waffen herstellt, ist nach Ansicht von Analysten dabei der größte Nutznießer. Ein weiterer Anstieg dürfte, sofern die chinesische Regierung tatsächlich Trägerkampfgruppen in Auftrag geben wird, bei Herstellern von legierten Stählen, Titanlegierungen und anderen Verbundwerkstoffen sowie verwandten Technologien erfolgen.
Obwohl die Regierung in Peking bislang, zumindest offiziell, noch keine Bestellung in Auftrag gegeben hat, sind chinesische Aktien aus dem Bereich der Rüstungsindustrie seit Anfang des Monats auf dem Vormarsch. Kommentare und Einschätzungen von “Sinolink Securities” sowie der chinesischen Internetseite “21cbh.com” dürften den Spekulationen weiteren Antrieb geben.
Quelle: Rüstungsindustrie in China profitiert vom Inselstreit mit Japan
- 29.09.2012 | Rubrik: Börse | 6263 Aufrufe
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