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Taiwans Präsidentin regt erweiterte Kooperation mit Großbritannien an

Taiwans Staatspräsidentin Tsai Ing-wen erklärte am 9. April, Taiwan und Großbritannien erfreuten sich einer tiefen und treuen Freundschaft, und sie hoffe auf häufigeren und umfassenderen Austausch mit dem Ziel, die gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit weiter voranzubringen.

Laut Tsai sind die starken Beziehungen erkennbar an dem robusten Wirtschafts- und Handelsverhältnis — Großbritannien ist Taiwans führendes Investitionsziel in Europa und der drittgrößte Investitionspartner. Bilateraler Dialog und der Umgang werden gleichfalls intensiver, bemerkte sie und verwies auf fast 100 000 Besuche zwischen den beiden Ländern im Jahr und den Umstand, dass Großbritannien für einheimische Studierende auf der Liste der beliebtesten Orte für Auslandsstudium Rang zwei belegt. (Tsai selbst hatte im Jahr 1984 in London promoviert.)

So äußerte sich das Staatsoberhaupt bei einer Begegnung mit Graham Stuart, parlamentarischer Unterstaatssekretär im britischen Ministerium für internationalen Handel, im Präsidialamt in Taipeh.

Präsidentin Tsai führte aus, Wirtschafts- und Handelsaktivitäten und Kooperation zeigten eine aufsteigende Tendenz, was ersichtlich sei an der Ankündigung bei den jährlichen Handelsgesprächen zwischen Taiwan und Großbritannien in London im vergangenen Jahr, dass neue und regelmäßige Gespräche in den Bereichen Landwirtschaft, Finanzdienstleistungen und erneuerbare Energie aufgenommen würden.

Während sich das Vereinigte Königreich auf die Zeit nach dem Brexit vorbereitet, können die beiden Seiten nach Tsais Worten gemeinsam daran arbeiten, das bilaterale Verhältnis allgemein aufzuwerten und geschäftliche Möglichkeiten zu erkunden. Britische Unternehmen hätten Interesse geäußert, Handel und Investitionen in Bereichen auszuweiten wie Eisenbahnen und solchen Sektoren, die im Rahmen der Initiative innovative Gewerbe 5+2 der Regierung für strategische Förderung vorgesehen sind, fügte sie hinzu.

Das Programm für wirtschaftliche Wiederbelebung wendet sich an fünf aufstrebende, stark wachsende Sektoren, nämlich Biotechnologie und Pharmazeutika, umweltfreundliche Energie, Landesverteidigung, intelligente Maschinen und das Internet of Things (IoT), außerdem sollen zwei Kernkonzepte vorwärtsgebracht werden — Kreislaufwirtschaft und ein neues Paradigma für landwirtschaftliche Entwicklung

Nach Tsais Einschätzung haben die beiden Seiten durch ausgiebige Gespräche auf Foren wie dem Runden Tisch zwischen Taiwan und Großbritannien über erneuerbare Energie bereits starke Grundlagen für Kooperation in umweltfreundlichen Technologien und intelligenter Stadtentwicklung geschaffen.

Nach seiner Begegnung im Präsidialamt unterzeichnete Stuart mit Wirtschaftsminister Shen Jong-chin ein Memorandum über Meeresturbinentechnik und die Erzeugung von Offshore-Windenergie. Durch den Vertrag soll man sich Erwartungen zufolge dem Ziel des Ministeriums annähern, bis zum Jahr 2025 eine Offshore-Kapazität von 5,5 Gigawatt zu erzeugen und den Aufbau einer inländischen Versorgungskette entsprechender Technologien zu begünstigen.

Nach Auskunft des Außenministeriums der Republik China (Taiwan) erreichte der Handel zwischen Taiwan und Großbritannien in beide Richtungen im vergangenen Jahr einen Umfang von 5,75 Milliarden US$, zwischen 1952 und 2017 beliefen sich die britischen Gesamtinvestitionen in Taiwan auf 9,17 Milliarden US$.

Quelle: Taiwan Heute

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