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Güterzüge stärken Handel zwischen China und der EU

Drei Jahre nach der ersten Fahrt eines Güterzugs vom chinesischen Yiwu ins spanische Madrid sind bereits neun Strecken für den interkontinentalen Schienengüterverkehr eingerichtet worden, der sich zu einem Stützpfeiler des chinesisch-europäischen Handels entwickelt hat.

Die Verbindung von Yiwu (Provinz Zhejiang), dem weltweit größten Zentrum für den Großhandel mit Kleinwaren, mit dem europäischen Handelszentrum Madrid wurde im Jahr 2014 in Betrieb genommen. Bisher wurden 264 Fahrten durchgeführt, deren Frachtkapazität 21.536 Twenty-Foot Equivalent Units betrug, wobei ein 20-Fuß langer Standardcontainer nach ISO 6,058 Metern Länge entspricht.

Zum Zeitpunkt des Artikels umfasste die Strecke acht Länder, einschließlich Russland, Polen und Frankreich und stärkt damit den Außenhandel der Provinz Zhejiang als bedeutendes ostchinesisches Exportzentrum.

“Der Handel zwischen China und Europa floriert. Im Rahmen der “Belt and Road”-Initiative wird die Strecke von Yiwu nach Madrid in der Zukunft zur Zusammenarbeit mit weiteren Ländern führen, während sich die Frequenz der Güterzüge entsprechend erhöhen wird”, berichtete Fang Xudong, stellvertretender Direktor der Yiwu Timex Industrial Investment Co., dem einzigen privaten Betreiber auf der Strecke Yiwu-Madrid, People’s Daily Online.

Wachsende Chancen für den Handel zwischen China und Europa

“Die Strecke zwischen Yiwu und Madrid hat dieses Jahr einen Aufschwung im Frachtaufkommen erlebt. Mindestens zwei Güterzüge, die mit einer Reihe unterschiedlicher Waren beladen sind, fahren zwei Mal wöchentlich nach Madrid. Diese Anzahl kann sich aufgrund des bevorstehenden Weihnachtsfestes auf fünf Mal erhöhen”, sagte Mao Yaokun, ein Beamter des Güterbahnhofs in Yiwu, zu People’s Daily Online.

Der Boom des internationalen Transports hat in Yiwu zu einem starken Wirtschaftswachstum geführt. Der Gesamtwert der Importe und Exporte der Stadt erreichte im ersten Quartal dieses Jahres 48,88 Milliarden Yuan (7,08 Milliarden US-Dollar) und wuchs damit um 23,72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über 1,8 Millionen Arten an Handelswaren wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua von Yiwu in 219 Länder und Regionen auf der ganzen Welt exportiert.

“Als die Güterstrecke eingerichtet wurde, bestand ihre hauptsächliche Funktion darin, chinesische Kleinwaren auf den europäischen Markt zu bringen. Nach drei Jahren Entwicklungszeit haben auch viele europäische Unternehmen die Güterstrecke genutzt, um in China für ihre Produkte zu werben und so eine Win-Win-Lösung für beide Seiten geschaffen”, erklärte Zheng Xin, ein Zollbeamter des Güterbahnhofs in Yiwu.

Gemäß der Statistiken der lokalen Behörden sind die Importgüter, die mit den Güterzügen transportiert werden, in den letzten Jahren immer vielfältiger geworden und reichen von Wein und Speisölen über Bedarfsartikel für Mütter und Kinder bis hin zu Industriegeräten und -komponenten.

“Ich habe ein großes Interesse am Güterzugtransport, da er wesentlich günstiger zu sein scheint als Lufttransport und weitaus sicherer und schneller als der Transport auf dem Seeweg. Es wäre schön, wenn die Güterzüge unsere Agrarprodukte nach China bringen, um uns dabei zu helfen, den Markt zu öffnen”, sagte Sergey Dolohov, ein Händler aus der Oblast Iwanowo in Russland.

“Da immer mehr Länder das Konzept von Chinas ‘Belt and Road’-Initiative übernommen haben, haben mehr ausländische Unternehmen in Erwägung gezogen, unsere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, um ihre Waren nach China zu bringen. Wir planen sowohl mehr Züge in Betrieb zu nehmen, als auch Verbindungen zu weiteren Ländern einzurichten”, sagte Fang Xudong.

Zudem berichtete er, dass die Transportkosten der Güterzüge im Vergleich zu vor drei Jahren um 50 Prozent zurückgegangen seien, während die Transportzeit von 21 auf 16 Tage gesunken sei.

Die Güterzüge haben außerdem neue Möglichkeiten für den chinesisch-europäischen Handel eröffnet. Gemäß Xinhua wurden entlang der Güterzugstrecke Yiwu-Madrid acht internationale Lagerhallen und fünf Verteilerstationen gebaut, während in Madrid bald ein Warenmarkt entstehen soll.

Quelle: People’s Daily

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