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Taiwan setzt weiterhin auf erneuerbare Energien

Taiwan möchte den Anteil von Energie, die mit Kohle erzeugt wird, verringern und Strom aus erneuerbaren Quellen steigern.

Taiwan ist entschlossen, die Ziele des Pariser Abkommens unter der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) einzuhalten, indem die Nutzung fossiler Brennstoffe reduziert und die Erzeugung erneuerbarer Energie gefördert wird, erklärte der Minister der Umweltschutzverwaltung (Environmental Protection Administration, EPA) Lee Ying-yuan am 13. November in einem Fernsehinterview mit der Deutschen Welle.

Zwar ist das Land kein Unterzeichner der UNFCCC, doch spielt Taiwan seine Rolle bei den globalen Anstrengungen, den Klimawandel anzupacken, indem die Stromerzeugungsstruktur landesweit innerhalb des nächsten Jahrzehnts umgestaltet wird, so Lee.

Nach den Ausführungen des Ressortchefs strebt die Regierung der Republik China (Taiwan) danach, den Anteil von Energie, die mit Kohle erzeugt wird, bis zum Jahr 2025 von 45,5 Prozent auf 30 Prozent zu vermindern. Strom aus erneuerbaren Quellen wird im gleichen Zeitraum von etwa 5 Prozent auf 20 Prozent gesteigert, und der Anteil von Strom aus Erdgas soll von etwa 20 Prozent auf 50 Prozent erhöht werden.

Laut Lee sollen die Umstrukturierungsbemühungen Erwartungen zufolge Taiwans Ausstoß kohlenstoffhaltiger Schadstoffe bei der Stromerzeugung um etwa 40 Prozent senken, während parallel der Ausstieg aus der Atomkraft vollzogen wird. Die Regierung arbeitet überdies daran, Treibhausgase aus dem industriellen Sektor durch Einführung eines Emissionsrechte-Handelssystems bis zum Jahr 2020 zu verringern, ergänzte er.

Zur Vorbereitung der Einrichtung dieses Systems hat die Regierung damit begonnen, Zertifikate an Unternehmen auszugeben, die Technologien zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen installiert haben. Die beteiligten Firmen erhalten je ein Zertifikat für jede Einheit von 1000 Kilowattstunden erzeugter umweltfreundlicher Energie, und bis Juni dieses Jahres waren nach Auskunft des Nationalen Zertifizierungszentrums für Erneuerbare Energie im Wirtschaftsministerium insgesamt 2544 Zertifikate erteilt worden.

Lee fuhr fort, die neuen Maßnahmen zur Verminderung des Ausstoßes kohlenstoffhaltiger Schadstoffe werden im Einvernehmen mit der Industrie eingeführt, um das Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Die Regierung wird außerdem Programme für erneuerbare Energie an örtliche Bedürfnisse und Stärken anpassen, versicherte er und verwies auf entsprechende Maßnahmen in Zentraltaiwan, um die dortigen üppigen Windkraftressourcen auszunutzen.

Regionale Spezialisierung bei Projekten zu erneuerbarer Energie werde die Stromübertragung modernisieren, bemerkte Lee und fügte hinzu, Taiwan habe ferner vor, die Energie-Effizienz auf der Nachfrageseite durch Einführung von intelligenter Stromnetz-Technologie zu steigern.

Das annähernd fünf Minuten lange Interview wurde in englischer Sprache von der in Bonn ansässigen Deutschen Welle ausgestrahlt und folgte auf einen kurzen Bericht über die Struktur von Taiwans Energiesektor, die Herausforderungen, mit denen das Land durch den Klimawandel konfrontiert wird, und die Bemühungen bei der Hinwendung zu erneuerbarer Energie.

Quelle: Taiwan Heute

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