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Geschäftsklima-Umfrage 2017/18 der Deutschen Handelskammer in China

Bessere Geschäftserwartungen trotz schwierigem Investitionsumfeld und weiterer Hürden in China.

Langsames und beschränktes Internet, unzureichende Rechtssicherheit, fehlende Fachkräfte und steigender Wettbewerb bleiben die größten Herausforderungen deutscher Unternehmen im China-Geschäft. Dennoch bewerten die Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Situation und ihre Geschäftstätigkeit positiv. Mit weiteren Investitionen in China halten sie sich jedoch zurück.

Positive Bewertung der wirtschaftlichen Lage, optimistische Geschäftsaussichten

Deutsche Unternehmen in China bewerten die aktuelle wirtschaftliche Situation optimistischer als 2016 und rechnen auch für das kommende Jahr mit einer positiven Entwicklung der chinesischen Wirtschaft. Vor allem der Maschinenbau bewertet das Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr wieder positiv. Das aktuelle Geschäftsjahr sehen die Unternehmen ebenfalls erfolgreich. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen erwarten im laufenden Jahr ihre Geschäftsziele zu erreichen oder sogar zu übertreffen, 75 Prozent der Unternehmen rechnen mit weiteren Umsatzsteigerungen in 2018. In Bezug auf den Ausbau der Beschäftigung und weiterer Investitionen bleiben die Unternehmen jedoch zögerlich. China zählt nach wie vor für die Unternehmen zu den drei Top-Märkten, wobei die Bedeutung jedoch vergleichsweise etwas nachgelassen hat.

Internetrestriktionen behindern Geschäftstätigkeiten

Langsame grenzüberschreitende Internetgeschwindigkeit und beschränkter Zugang bereiten den Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten. Zwei Drittel der befragten Unternehmen bewerten dies als unternehmerische Hürden – ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Auch die teilweise noch unklaren Auswirkungen des chinesischen Cybersecurity-Gesetzes bewerten die Unternehmen als problematisch. Für die Mehrheit der Unternehmen stellen nach wie vor das Rekrutieren und Halten von qualifizierten Fachkräften sowie steigende Personalkosten große Herausforderungen dar. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen sah sich zudem im vergangenen Jahr mit rechtlichen und regulatorischen Hindernissen konfrontiert. Problematisch waren vor allem Zollangelegenheiten, grenzüberschreitende Kapitalverkehrskontrollen, die Lizensierung von Produkten und Dienstleistungen, der Schutz geistigen Eigentums sowie der Marktzugang.

Zögerliche Investitionstätigkeit

Deutsche Unternehmen halten sich mit Investitionen an neuen Standorten in China weiterhin zurück. Zwar plant rund ein Viertel der Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre Neuinvestitionen, jedoch wollen erstmalig mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen vorerst nicht an anderen Standorten in China investieren. Als Gründe für diese zögerliche Investitionstätigkeit nennen ein Viertel der Unternehmen die vorherrschende Rechtsunsicherheit und unklare rechtliche Rahmenbedingungen.

Konkrete Reformen gefordert

Wirtschaftsreformen der letzten Jahre werden von den befragten Unternehmen zwar tendenziell positiv wahrgenommen, rückblickend gibt die Mehrheit der Unternehmen jedoch an, keine spürbaren Effekte auf die eigene Geschäftstätigkeit erfahren zu haben. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen ist außerdem skeptisch, ob die chinesische Regierung ihre Zusagen bezüglich einer weiteren Marktöffnung tatsächlich umsetzen wird. Diese Aussage wird auch dadurch bestätigt, dass Veröffentlichungen Anfang des Jahres zur weiteren Marktöffnung und der Förderung von ausländischen Investitionen (State Council Document No. 5) von der Mehrheit der Unternehmen nicht wahrgenommen werden. Im Hinblick auf die „Belt and Road Initiative“ und deren Auswirkungen auf das eigene Geschäft, äußert sich mehr als ein Drittel der Unternehmen positiv. 30 Prozent der befragten Unternehmen sind bereits in Projekten aktiv oder bereiten sich derzeit auf eine Beteiligung vor. Als Gründe für eine Nichtbeteiligung nennen die Unternehmen den Mangel an geeigneten Projekten sowie unzureichende Informationen.

An der diesjährigen Geschäftsklima-Umfrage der Deutschen Handelskammer in China nahmen zwischen dem 21. August und 29. September insgesamt 423 deutsche Unternehmen in China teil.

Der Bericht zur Umfrage können Sie hier herunterladen: https://goo.gl/3tZGCg

Über die Deutsche Handelskammer in China

Die Deutsche Handelskammer in China ist die offizielle Mitgliederorganisation deutscher Unternehmen in China. Mit aktuellen Marktinformationen und praxisorientierten Wirtschaftsauskünften hilft sie ihren Mitgliedern in China, erfolgreich ihre Geschäfte zu betreiben. Die Kammer ist die Plattform der deutsch-chinesischen Business Community und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Stakeholdern wie der Politik und der Öffentlichkeit. Die Kammer wurde 1999 gegründet und zählt momentan rund 2.400 Unternehmen in China zu ihren Mitgliedern.

Quelle: Pressemitteilung der AHK Greater China

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