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EcoMobility World Festival in Taiwan

Das EcoMobility World Festival lief am 1. Oktober in der südtaiwanischen Hafenmetropole Kaohsiung an, wozu sich etwa 900 Akademiker, Fachleute und Offizielle aus dem In- und Ausland einfanden, um jüngste Trends bei nachhaltiger städtischer Mobilität und umweltfreundlicher Stadtentwicklung zu erörtern.

Bei der Eröffnung des Fests erklärte Premierminister Lai Ching-te, die Veranstaltung sei eine herausragende Gelegenheit, um die Entschlossenheit der Regierung vorzuführen, Ökomobilität für nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern. Dazu seien konkrete Maßnahmen eingeleitet worden, bemerkte Lai und verwies auf die Finanzierung in Höhe von 300 bis 400 Millionen NT$ (8,39–11,19 Millionen Euro), die im Rahmen des Vorausschauenden Infrastruktur-Entwicklungsprogramms für Schienenverkehrentwicklung bewilligt worden seien.

Laut Lai sind zwei weitere maßgebliche Initiativen ein fünfjähriges Projekt zur Förderung von Elektro-Krafträdern mit einem Budget von 7,2 Milliarden NT$ (201,5 Millionen Euro) und ein vierjähriges Programm mit einem Etat von 3 Milliarden NT$ (83,96 Millionen Euro) zur Verminderung von Verkehrsstauungen in Städten durch Analyse großer Datenmengen und sonstige intelligente Technologien.

Der Regierungschef lobte zudem die Bemühungen der Stadtverwaltung Kaohsiung bei der Ausrichtung des Festivals und dem Streben, es als auffälliges Forum zu nutzen, die entsprechenden Leistungen der Stadt bekannt zu machen und Austausch zwischen Städten im In- und Ausland zu pflegen.

Kaohsiung Bürgermeisterin Chen Chu betonte, das Festival sei eine wertvolle Methode, Anwohner und Besucher in die Lage zu versetzen, einen Blick auf die Zukunft zu werfen und die Gestalt einer Stadt zu sehen, welche durch nachhaltiges städtisches Verkehrswesen möglich würde.

Zu einer auf umweltfreundliche Weise mobilen Stadt zu werden, stelle einen Paradigmenwechsel dar, und das Festival sei ein zentraler Schritt, um diesen Wandel zu bewerkstelligen, kommentierte Chen. Man hege die Hoffnung, dass Kaohsiungs Erfahrungen anderen wichtigen urbanen Zentren in Asien und darüber hinaus als Vorbild dienen mögen, ergänzte sie.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung Kaohsiung bietet das einmonatige Festival eine Vielfalt von Aktivitäten, welche die Zukunft der urbanen Mobilität in einem Echtzeitmilieu illustrieren. Auf dem Programm stehen etwa Konzerte und Aufführungen, Ausflüge mit kulturellem und historischem Schwerpunkt, Ausstellungen, Foren und Workshops.

Einer der Höhepunkte ist der Weltkongress Ökomobilität. Unter dem Motto „Lebenswert, geteilt und intelligent“ soll der Kongress vom 2. bis 4. Oktober kreative Zusammenarbeit fördern und das Konzept der Ökomobilität durch Podiumsdiskussionen, Präsentationen und Seminare voranbringen.

Das alle zwei Jahre ausgerichtete Festival fand erstmals vor vier Jahren in der südkoreanischen Stadt Suwon statt und ist ein maßgebliches Unterfangen der in Bonn ansässigen Organisation „ICLEI – Local Governments for Sustainability“, einem weltweiten Verband von über 1500 Städten, Gemeinden und Landkreisen für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung.

Neben der Stadt Kaohsiung sind in Taiwan noch die Lokalverwaltungen der Städte Chiayi, Hsinchu, New Taipei City, Tainan und Taipeh sowie der Landkreise Hsinchu und Pingtung ICLEI-Mitglieder.

Quelle: Taiwan Heute

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