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Umweltschutzvertrag zwischen Taiwan und der USA erneuert

Ein Abkommen über technische Zusammenarbeit bei Umweltschutz zwischen Taiwan und den USA wurde am 19. September in Washington erneuert, was die Entschlossenheit der beiden Seiten verdeutlicht, gemeinsame Bemühungen beim Anpacken von Schlüsselfragen, welche die menschliche Gesundheit und die Umwelt bedrohen, voranzubringen.

Im Rahmen des Vertrages, der bis zum Juni 2023 gültig bleibt, werden Taiwans Umweltschutzverwaltung (Environmental Protection Administration, EPA) — eine Behörde in Ministeriumsrang — und die US-amerikanische Umweltschutzbehörde in einem breiten Spektrum von Bereichen Erfahrungen und Wissen teilen. Es geht dabei unter anderem um Gestaltung und Umsetzung von größeren Projekten, mit denen Gemeinden und Ökosysteme vielfältig, ökonomisch produktiv und nachhaltig gemacht werden sollen.

Unterzeichnet wurde das Abkommen von James Kuang-jang Lee, dem stellvertretenden Repräsentanten des Wirtschafts- und Kultur-Vertretungsbüros Taipeh in den USA (Taipei Economic and Cultural Representative Office, TECRO), und John Norris, dem geschäftsführenden Direktor des Amerikanischen Instituts in Taiwan (AIT). Gleichfalls zugegen waren EPA-Minister Lee Ying-yuan und Jane Nishida, geschäftsführende Verwaltungsassistentin für internationale Angelegenheiten und Stammesfragen in der US-Umweltschutzbehörde.

Lee ist das erste Kabinettsmitglied der Regierung der Republik China (Taiwan), das seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald J. Trump im Januar dieses Jahres die USA besuchte. Am Vortag hielt Lee im Zentrum für strategische und internationale Studien (Center for Strategic and International Studies, CSIS) eine programmatische Ansprache über Taiwans Führung beim Umweltschutz. Drei Tage vorher war in New York Taiwans freiwillige nationale Überprüfung über die Umsetzung der Ziele zu nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen erschienen.

Nach der Unterzeichnungszeremonie trafen Offizielle beider Seiten zusammen, um Fortschritte von Projekten zu erörtern, die unter dem Vertrag umgesetzt werden, und um Pläne für zukünftige Zusammenarbeit zu besprechen.

Laut EPA haben Taiwan und die USA seit der erstmaligen Unterzeichnung des Vertrages im Jahr 1993 mehrere global bedeutsame Initiativen verfolgt. Dazu gehören die internationale Umwelt-Partnerschaft des Jahres 2014 — ein Verbund internationaler Fachleute, die gemeinsam daran arbeiten, die Kapazitäten für die Bewältigung ökologischer Herausforderungen zu stärken.

Die EPA verlautete, man werde sich künftig darauf konzentrieren, den Austausch in Bereichen wie Luftverschmutzung, Kreislaufwirtschaft, verseuchter Boden und kontaminiertes Grundwasser, Umwelterziehung, elektronische Abfallverwaltung, Quecksilberkontrolle und Rechtsvollzug zwischen Taiwan und Ländern auszuweiten, an welche die Neue Südwärts-Politik sich wendet.

Die Neue Südwärts-Politik ist ein Kernelement der nationalen Entwicklungsstrategie der Regierung und zielt darauf ab, Taiwans Beziehungen mit zehn Mitgliedsstaaten im Verband südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN), sechs südasiatischen Ländern, Australien und Neuseeland bei Landwirtschaft, Wirtschaft und Handel, Kultur, Bildung und Fremdenverkehr zu vertiefen.

Man hegt die Hoffnung, dass solche Unterfangen dazu beitragen werden, die 17. SDG bis 2030 zu erreichen, kommentierte die EPA und fügte hinzu, Teil dieses Ziels sei, die Mittel zur Umsetzung von SDG zu stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederzubeleben.

Die im Jahr 2015 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen beschlossenen SDG verfolgen die Absicht, Armut zu überwinden, die Umwelt zu schützen sowie Frieden und Wohlstand in aller Welt zu sichern. Die 17 Zielsetzungen umfassen 169 Einzelziele in Bereichen von erschwinglicher und sauberer Energie, Maßnahmen gegen den Klimawandel, Gleichberechtigung der Geschlechter bis zu Gesundheit und nachhaltigen Städten.

Quelle: Taiwan Heute

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