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Taiwan beendet diplomatische Beziehungen mit Panama

Die Republik China (Taiwan) beendete am 13. Juni die diplomatischen Beziehungen mit Panama, um die Souveränität und Würde des Landes zu schützen, verlautete das Außenministerium.

Bilaterale Kooperationsprojekte werden mit sofortiger Wirkung eingestellt, und technisches Personal und Botschaftsmitarbeiter werden abberufen, teilte das Außenministerium mit und verwies auf die einseitige Entscheidung Panamas vom Vortag, die diplomatischen Beziehungen mit der Republik China aufzukündigen und stattdessen offizielle Beziehungen mit dem Regime in Beijing aufzunehmen.

Seit die beiden Länder vor über einem Jahrhundert Beziehungen knüpften, hat die Republik China Panama dabei geholfen, die nationale Entwicklung dort durch ein Programm mit einem breiten Spektrum bilateraler Kooperationsprojekte voranzubringen.

Die Regierung drückte ihr starkes Missfallen und Empörung über den Beschluss von Panamas Präsident Juan Carlos Varela aus, die über ein Jahrhundert alte Freundschaft zu ignorieren, für wirtschaftlichen Nutzen vor Beijing zu katzbuckeln und in außerordentlich unfreundlicher Weise die Republik China bis zum letzten Augenblick in die Irre zu führen, kolportierte das Ministerium.

Gleichzeitig protestierte das Außenministerium ernsthaft und verurteilte Beijings Handlungen, Panama dazu zu bringen, die diplomatischen Bindungen mit der Republik China zu kappen, ihren internationalen Spielraum einzuengen und die Gefühle der Bevölkerung der Republik China zu verletzen.

Laut der Bewertung des Ministeriums wird diese Entwicklung keine Auswirkungen auf die Entschlossenheit der Regierung haben, die internationale Beteiligung des Landes durch standhafte Diplomatie auszuweiten. Die Regierung wird überdies weiter aktiv zu Frieden und Stabilität in der Region beitragen, während der internationale Status des Landes gefestigt und das Wohlergehen der Bevölkerung verbessert wird.

In einer Stellungnahme, die am gleichen Tag vom Präsidialamt verbeitet wurde, brachte Generalsekretär Joseph Wu das tiefe Bedauern und die Enttäuschung der Regierung in der Angelegenheit zum Ausdruck.

Versuche, welche Beijing in den vergangenen Monaten unternommen hatte, das so genannte „Ein China“-Prinzip einzusetzen und Taiwans internationalen Spielraum zu unterdrücken, stellten eine direkte Bedrohung für die Rechte der Menschen und eine gefährliche Provokation für Frieden und Stabilität über die Taiwanstraße und in der Region dar, kritisierte das Präsidialamt.

Nach Beurteilung des Präsidialamtes haben diese Handlungen den Status Quo in der Taiwanstraße in Frage gestellt und treiben die Beziehungen weg von Frieden in Richtung Konfrontation. Angesichts dieser Entwicklung wird die Regierung die Lage in der Taiwanstraße neu einschätzen.

Beijing muss Aktivitäten, welche die regionale Stabilität weiter beschädigen und das Volk von Taiwan verletzen, sofort einstellen, damit die Beziehungen über die Taiwanstraße ins richtige Fahrwasser zurückkehren können, mahnte das Präsidialamt.

Die Regierung trägt die Verantwortung dafür, Freiheit und die Demokratie sowie die Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen zu schützen, betonte das Präsidialamt und ergänzte, man werde die nationalen Interessen mit äußerster Anstrengung weiter aufrechterhalten.

In einer besonderen Pressekonferenz am gleichen Tag erklärte Staatspräsidentin Tsai Ing-wen ihr Bedauern in der Angelegenheit und versicherte, die Regierung habe die Lage unter Kontrolle.

Es sei wichtig zu verstehen, dass die Regierung die 23 Millionen Menschen in Taiwan repräsentiere und daher unter Bedrohung niemals Kompromisse eingehen werde, stellte Tsai klar. Das Volk von Taiwan hat seit langem mit der internationalen Situation des Landes zu kämpfen, und es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass Unterdrückung durch die andere Seite der Taiwanstraße nicht aufgehört hat, enthüllte sie.

Je ungünstiger die Situation werde, desto entschlossener werde sie selbst werden, unterstrich die Präsidentin. Das Volk wird auf der Grundlage der Stärke des Landes bei Freiheit und Demokratie sein Los selbst in die Hand nehmen, schloss sie.

Quelle: Taiwan Heute

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