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Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Kanada und Taiwan ab 1. Januar in Kraft

Der Vertrag ist Taiwans erstes umfassendes Steuerabkommen mit einem nordamerikanischen Land.

Ein Abkommen zwischen Taiwan und Kanada über Vermeidung von Doppelbesteuerung und Verhütung von Steuerhinterziehung wird am 1. Januar 2017 in Kraft treten, teilte das Finanzministerium der Republik China (Taiwan) am 22. Dezember mit und fügte hinzu, der Vertrag werde Investitionen fördern, Handel ausweiten und zu industrieller und technologischer Kooperation beitragen.

Der Vertrag war am 15. Januar dieses Jahres unter Dach und Fach gebracht worden, wobei die beiden Seiten von dem Wirtschafts- und Kulturbüro Taipeh in Kanada und dem Kanadischen Handelsbüro in Taipeh vertreten wurden.

Im Rahmen des Abkommens können von beiden Seiten keine Steuern auf die gleichen Vermögenswerte, Einkommen oder finanziellen Transaktionen erhoben werden, verlautete das Finanzministerium. Der Vertrag umfasst zudem einen Mechanismus zum Beilegen von Uneinigkeiten.

Aus Statistiken des Außenhandelsamtes (Bureau of Foreign Trade, BOFT) im Wirtschaftsministerium geht hervor, dass Kanada im Jahr 2015 auf der Liste von Taiwans größten Handelspartnern auf Rang 23 stand, während Taiwan Kanadas zwölftgrößter Handelspartner und der fünftgrößte in Asien war. Von Januar bis Oktober dieses Jahres hatte der Handel zwischen beiden Seiten ein Volumen von über 2,7 Milliarden US$.

Seit Anfang November dieses Jahres hat Kanada insgesamt 578 Millionen US$ in Taiwan investiert, überwiegend in den Sektoren Elektronik, Finanzen und Versicherungen. Gleichzeitig tätigte Taiwan laut Finanzministerium Investitionen in Höhe von 458 Millionen US$ in Kanada, mit einem Schwerpunkt auf Pharmazeutika, Finanzen und Versicherungen.

Der Vertrag ist Taiwans erstes umfassendes Steuerabkommen mit einem nordamerikanischen Land, bemerkte das Finanzministerium und fügte hinzu, es werde seine Bemühungen fortsetzen, gegenseitig vorteilhafte Steuerabkommen mit großen Handelsnationen zu schließen, darunter die Zielländer der Neuen Südwärts-Politik, also Mitglieds-Volkswirtschaften im Verband südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN), südasiatische Länder, Australien und Neuseeland. Diese Anstrengungen werden Taiwans Wettbewerbsfähigkeit verbessern und ein freundlicheres Umfeld für internationale Investitionen schaffen, fügte die Behörde hinzu.

Quelle: Taiwan Heute

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