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Shanghai will seinen Wohnungsmarkt zähmen

In den chinesischen Metropolen steigen die Immobilienpreise weiterhin in schwindelerregende Höhen. Um dem entgegenzuwirken, hat Shanghai nun eine Reihe von regulierenden Maßnahmen in Kraft gesetzt.

Die ostchinesische Hafenmetropole Shanghai hat am Freitag eine Reihe von Maßnahmen verabschiedet, um ihren ausufernden Immobilenmarkt unter Kontrolle zu bringen. In diesem Rahmen wurde unter anderem eine Anhebung der Anzahlungsanforderungen für Käufer von Zweitimmobilien veranschlagt.

In Folge der neuen Regulierungen, die am Freitag in Kraft getreten sind, müssen diejenigen, die bereits eine Immobilie besitzen, bei der Bewerbung um ein Hausdarlehen eine Akontozahlung von mindestes 50 Prozent leisten – bislang waren es nur 40 Prozent. Wenn Größe und Kaufpreis der Immobilie die Kriterien eines gewöhnlichen Eigenheims übersteigen, erhöht sich die Anzahlungsanforderung auf 70 Prozent.

Nicht einheimische Käufer müssen darüber hinaus Zahlungsnachweise über die geleisteten Einkommensteuer- sowie Sozialversicherungsbeiträge der letzten fünf Jahre liefern. Zuvor musste der Nachweis den Zeitraum der vergangenen zwei Jahre abdecken.

Des Weiteren untersagt die Stadt Entwicklern und Wohnungsagenturen bestimmte Kreditdienstleistungen für Käufer anzubieten und versprach, strenger gegen Immobilienspekulationen und Preiswucher vorzugehen.

Laut Gu Jinshan, einem der Leiter der städtischen Kommission für Wohnungsbau und städtische und ländliche Entwicklung, sollen die neuen Verordnungen die steigenden Preise, die aufgrund von „irrationalen Emotionen“, Spekulationen und illegalen Praktiken einiger Unternehmen und Agenturen verursacht werden, stoppen.

Im Februar sind die Wohnungspreise in Shanghai im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent angestiegen. Auch Städte wie Beijing und Shenzhen verzeichneten ähnliche Preissteigerungen – ein Hinweis auf einen sich erwärmenden Markt in den Top-Städten des Landes.

Quelle: People’s Daily

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