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Umfrage zur Taiwan-Identität

Mehrheit in Taiwan fühlt sich als Taiwaner.

Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage der in Taipeh ansässigen Tageszeitung United Daily News (UDN) betrachten sich heute mehr Menschen als Taiwaner als jemals zuvor in den letzten 20 Jahren.

Insgesamt 73 Prozent der Befragten bezeichneten sich selbst als Taiwaner, dagegen waren es im Jahr 1996 – dem Jahr, als die Bürger des Landes erstmals dazu aufgerufen waren, ihren Präsidenten direkt zu wählen – lediglich 44 Prozent.

Nur 11 Prozent der Befragten bezeichneten sich selbst als Chinesen, 10 Prozent erklärten sich zu Taiwanern und Chinesen gleichzeitig, 1 Prozent bekundete, es gebe keinen Unterschied zwischen den beiden Kategorien, die restlichen lehnten einen Kommentar dazu ab. Die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen fühlt sich am stärksten mit der Insel verbunden; von ihnen betrachteten sich 85 Prozent als Taiwaner.

Der allgemeine Trend befindet sich im Einklang mit einer Umfrage, die jährlich im Auftrag des Rates für Festlandangelegenheiten (MAC) erstellt und seit 1992 landesweit vom Wahlforschungszentrum der National Chengchi University (NCCU) in Taipeh durchgeführt wird.

Die UDN-Umfrage ergab zudem, dass 46 Prozent der Befragten eine Beibehaltung des Status Quo in den Beziehungen über die Taiwanstraße befürworten, im vergangenen Jahr hatten noch 55 Prozent diesen Standpunkt vertreten. 36 Prozent bekundeten ihren Wunsch nach Unabhängigkeit (2015: 28 Prozent), 12 Prozent sprachen sich für eine Vereinigung Taiwans mit dem chinesischen Festland aus (2015: 13 Prozent).

Quelle: Taiwan Newsletter
Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland
Markgrafenstr. 35
10117 Berlin

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