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China: Der Zauber der Seidenstraße

Die Geschichte der Seidenstraße lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen.

Im Gebiet zwischen Mittelmeer und Baktrien herrschte schon zur Zeit Alexanders des Großen reger Handelsverkehr zwischen den ansässigen Volksgruppen. Dass die Handelswege sich bis nach China ausdehnen konnten, ist dem chinesischen Kaiser Wudi (141–87 v. Chr.) der Han-Dynastie zu verdanken. Unter seiner Herrschaft gelang es erstmals das Reitervolk der Xiongnu zu besiegen, das Reich nach Westen zu erweitern und damit an die antiken Handelswege im Westen anzuschließen. Zusätzlich sorgte Wudi für den Bau von Mauern, Grenzposten und ließ Karawanen von Soldaten begleiten, um sie vor Überfällen zu schützen. Händler konnten nun sicherer nach Osten gelangen.

In den Jahrhunderten darauf erlebte die Seidenstraße ihre Blütezeit. Es wurden auf ihr nicht nur erlesene Waren wie Gewürze, Seide, Glas und Porzellan transportiert. Da die Handelswege das Einzugsgebiet unterschiedlicher Völker durchquerte, verbreiteten sich auch Religionen, Kulturen und Technologien. So fanden zum Beispiel das Christentum, der Buddhismus und der Islam ihren Weg nach Osten. Gleichermaßen gelangten Erfindungen wie das Schießpulver und das Papier über arabische Händler nach Westen.

Die Handelswege werden grob in westliche, mittlere und östliche Seidenstraße eingeteilt. Im Westen beginnen haben sie in den großen Städten am Mittelmeer wie Palmyra, Damaskus und Alexandria ihren Anfang und führen über Bagdad nach Teheran. Der mittlere Teil verbindet den Iran, Indien und China. Über die ostiranischen Hochebene bis zur Wüste Gobi führen die Handelswege in einem nördlichen und südlichen Zweig um die Wüste Taklamakan herum und verbinden sich schließlich mit dem östlichen Teil, der über den Gansu-Korridor, über Lanzhou und Chang’an verläuft und sich nach Peking und Nanjing verzweigt.

Im Herzen der Seidenstraße, da wo sich die Handelswege aus dem Westen mit denen aus dem Osten verknüpften ist der Einfluss und die Verschmelzung unterschiedlicher Kulturen noch heute deutlich zu spüren. Am Rande der Wüste Taklamakan, am Fuß des Tianshangebirges entlang entstanden hier florierende Oasenstädte wie etwa Kaschkar, Aksu, Kucha, Korla und Urumqi. Die in der chinesischen Provinz Xinjiang gelegenen Städte bestechen vor allem durch ihren muslimisch-orientalischen Charme. Noch heute lässt sich beim Anblick der alten Moscheen und prächtigen Grabmäler, beim Gang durch die engen verwinkelten Gassen und dem Bad der Sinne im lebhaften Getümmel der Basare das goldene Zeitalter der Seidenstraße erahnen.

Quelle:
CAISSA Touristic (Group) AG
Burchardstraße 21
20095 Hamburg

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