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Chinese kauft Australiens größten Milchkonzern

Die Volksrepublik baut ihre Investitionen in Übersee kontinuierlich aus.

Aktuell hat die australische Regierung der Übernahme des größten Milchwirtschaftsunternehmens des Landes durch den chinesischen Millionär Lu Xianfeng zugestimmt.

Das australische Van-Diemens-Land (VDL), das einige Milchbetriebe im Norden von Tasmanien betreibt und bekannt ist für die sauberste Luft und das reinste Wasser der Welt, hat am Dienstag seinen Besitzer gewechselt, nachdem das endgültige Einverständnis des australischen Schatzmeisters Scott Morrison erfolgt ist.

Der 200 Millionen US-Dollar schwere Deal wurde analog zu allen anderen ausländischen Vermögensverkäufen einer Prüfung durch das australische Foreign Investment Review Bord unterzogen, welches befand, dass eine derartige Übernahme die Kriterien des “nationalen Interesses” erfüllt.

In Folge dieser Ankündigung sagte der australische Senator Eric Abez, dass die Entscheidung zeigt, dass Tasmanien “offen fürs Geschäft” war und dass die von Schatzmeister Morrison auferlegten Bedingungen die Industrie in den kommenden Jahren absichern würden.

“Die Einwilligung geht sowohl mit zusätzlichen 95 Arbeitsplätzen in Tasmanien einher, als auch mit einem bedeutenden Investment von über 72 Millionen US-Dollar in das VDL”, betonte Senator Abetz in einer Erklärung am Mittwoch.

“Im Rahmen der Freihandelsabkommen mit Japan, (Süd)Korea und China in Kombination mit dem Schifffahrts-Reformpaket der Regierung, hat Tasmanien das Potential für neue Weltmärkte geöffnet zu werden, die die Anzahl der Arbeitsplätze in Tasmanien drastisch erhöhen können.”

VDL hatte ursprünglich zugestimmt, seine 13 Milchfarmen zusammen mit 19.000 Hektar Land und 18.000 Milchkühen, für 180 Millionen US-Dollar an die australische Firma Tasfoods abzutreten. Doch trat der New Plymouth District Council, der in Neuseeland ansässige Besitzer der Gruppe, von dem Deal zurück, nachdem er ein lukrativeres Angebot von Lus chinesischer Firma Moon Lake Investments bekommen hatte.

VDL war, obwohl es seit 1852 außerhalb von Tasmanien operiert, niemals im Besitz Australiens. Dennoch hatten viel Politiker dafür plädiert, dass die Vermögensübernahme durch eine lokale Firma erfolgt.

Abetz jedoch bezeichnete einige der Gründe, die gegen die chinesische Übernahme angeführt wurden, als “bizarr” und an der Grenze zur “Ausländerfeindlichkeit”.

Der letztliche Abschluss wurde auch von der Tasmanian Farmers and Grazers Association (TFGA) gelobt.

“Die beständige Investition von Moon Lake Investments in den Sektor wird die Bedeutung der Milchindustrie und der Agrarindustrie für die tasmanische Wirtschaft weiter stärken”, betonte der Geschäftsführer von TFGA, Peter Skillern am Dienstag.

Als Teil der Übernahme muss Moon Lake Investments sich dem australischen Steuerrecht unterwerfen und jegliche Transaktionen mit nicht-australischen Einwohnern offenlegen, andernfalls drohen heftige Bußgelder und eine mögliche Veräußerung des Vermögenswertes.

Quelle: People’s Daily

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