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Zahlreiche Chinesen auf Jobsuche im neuen Jahr

In den Wochen nach den Frühlingsfestferien wird in China ein Bewerbungsmarathon unter den Büroangestellten des Landes, den sogenannten White Collar, erwartet.

Über die Hälfte der chinesischen Büroangestellten sind unzufrieden mit ihrem Job. Vor allem die in staatlichen Unternehmen oder Regierungsorganisationen Tätigen sind im Hinblick auf die Entwicklungschancen ihrer beruflichen Laufbahn desillusioniert und schauen sich daher anderweitig um.

In den Wochen nach den Frühlingsfestferien wird in China ein Bewerbungsmarathon unter den Büroangestellten des Landes, den sogenannten White Collar, erwartet.

Denn laut der Auswertung einer aktuell durchgeführten Umfrage, sind in der Volksrepublik derzeit nur 5,1 Prozent der Befragten mit ihrer Arbeitsstelle zufrieden. Der Rest will laut dem chinesischen Online-Jobportal Zhaopin.com, welches die Umfrage lancierte, den Arbeitgeber wechseln.

Über 54 Prozent der Befragten gaben an, ihre Bewerbungsunterlagen überarbeitet zu haben und im ersten Quartal des neuen Jahres nach neuen Jobmöglichkeiten Ausschau zu halten. Im vergangenen Jahr gaben 47,8 Prozent an, in der ersten Hälfte des neuen Jahres auf Jobsuche gehen zu wollen.

Die am Montag veröffentlichte Umfrage wurde landesweit unter 21.000 chinesischen Büroangestellten durchgeführt. Sie ergab auch, dass sich das Vertrauen in die Karriereentwicklung der Befragten auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren befindet. Vor allem unter den Angestellten in staatlichen Unternehmen und Regierungsorganisationen ist es aufgrund des wirtschaftlichen Abwärtsdruckes auf einem Tiefpunkt angelangt.

Die nach den 1990er Jahren geborenen White Collar haben das niedrigste Vertrauen in ihre berufliche Laufbahnentwicklung und sind daher in Sachen Jobwechsel am aktivsten. Rund 74,8 Prozent der nach den 1990er Jahren geborenen Befragten gaben an, dass sie in der ersten Jahreshälfte auf Jobsuche gehen werden oder bereits eine neue Arbeitsstelle gefunden haben. Unter den in den 1960er Jahren Geborenen beläuft sich die Anzahl auf gut 60 Prozent.

Dabei ist die Zahl der Jobsuchenden in den Sparten Immobilien und Energie am höchsten. 70 Prozent der in diesem Bereich Beschäftigten gaben an, entweder auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber oder diesbezüglich bereits fündig geworden zu sein.

Laut Wang Yixing, Senior Consultant bei Zhaopin, sind die Gehalts- und Beschäftigungsaussichten die Hauptgründe für die enorm hohe Jobwechseltendenz.

In der heutigen Zeit gelingt es Wang zufolge nur noch Arbeitgebern mit guten finanziellen Aussichten und optimistischen Prognosen, Talente anzuziehen.

“Der Hauptgrund für die vielen Kündigungen in den Bereichen Immobilien und Energie ist, dass die Aussichten dort wenig optimistisch sind”, meint Wang.

Quelle: People’s Daily

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