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Peking erhöht Schwelle für “Roten Alarm” bei Smog

Die Hauptstadt Peking wird die Kriterien, die zur Ausrufung eines “Roten Alarms” wegen schlechter Luftwerte führen, anpassen.

peking-erhoeht-schwelle-fuer-roten-alarm-bei-smog.jpg Im Dezember wurde in der chinesischen Hauptstadt zum ersten Mal die höchste Alarmstufe für Smog ausgerufen. Zwei Monate später passt das städtische Umweltschutzamt nun die Kriterien für die Ausrufung des “Roten Alarms” an.

Die Hauptstadt Peking wird die Kriterien, die zur Ausrufung eines “Roten Alarms” wegen schlechter Luftwerte führen, anpassen. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag, zwei Monate nachdem die höchste Warnstufe erstmalig in der Geschichte der Metropole ausgerufen worden war.

In Zukunft wird die höchste Smog-Alarmstufe laut Angabe des Umweltschutzamtes der Stadt Peking nur dann ausgerufen werden, wenn abzusehen ist, dass der durchschnittliche Tages-Luftqualitätsindex, der sogenannte AQI, einen Tag lang den Wert von 500, zwei Tage den Wert von 300 oder vier Tage am Stück die 200er Marke überschreiten wird.

Derzeit wird Warnstufe Rot ausgerufen, wenn der AQI die 200er Grenze für mindestes drei Tage zu überschreiten droht. Im Rahmen des ersten im Dezember ausgerufenen “Roten Alarms” wurden in der Hauptstadt die Schulen geschlossen und die Bauarbeiten auf sämtlichen Baustellen eingestellt. Seit Winteranfang wurde in Peking bislang zweimal “Roter Alarm” ausgerufen.

Die neuen Ausrufkriterien gelten ab Ende März und wurden festgelegt, um die Smogalarm-Standards von Peking, Tianjin und vier weiteren Städten in der Nachbarprovinz Hebei, nämlich Tangshan, Baoding, Langfang und Cangzhou, zu vereinheitlichen. Sie sollen im weiteren Verlauf auf ein noch größeres Gebiet ausgeweitet werden.

Der stellvertretende Leiter des Notfallbüros des Umweltschutzamtes, Liu Wei, sagt, dass dies die Verschmutzungskontrollen für die Randregionen in der Tat verschärfen wird.

In Tianjin und Hebei wird aktuell nur dann “Roter Alarm” ausgerufen, wenn der AQI mindestens für einen Tag über 500 beträgt. Tianjin und Hebei haben ebenfalls im Dezember erstmalig “Roten Alarm” ausgerufen.

Umweltbeamte haben eingeräumt, dass China seine Luftqualitätsstandards höchstwahrscheinlich frühestens im Jahr 2030 erfüllen wird.

Im vergangenen Monat hat die Stadt Peking angekündigt, dass sie in diesem Jahr 2500 verschmutzende Kleinbetriebe schließen wird. Im Kampf gegen die Luftverschmutzung ist darüber hinaus ein Netzwerk von sogenannten Ventilationskorridoren in Planung, das sich von Norden nach Süden durch die Stadt erstrecken soll und durch das der Smog und die sich anstauende Hitze besser abziehen können.

Peking will Anzahl der Luftmessstationen verdoppeln

Die Umweltschutzbehörde von Peking plant nach einem Bericht der Peking Times, die Zahl der Stationen zur Überwachung der Luftqualität in der Stadt auf rund 60 bis 70 zu verdoppeln.

Die Messstationen sollen auch in Dörfern und Gebirgsregionen aufgestellt werden, um dasÜberwachungsnetz zu erweitern.

Das neu geschaffene Netzwerk zur Überwachung der atmosphärischen Umweltqualität wird aus vier Teilnetzen bestehen, deren jeweilige Funktionen die Gesamtauswertung, die Überwachung der Luftverschmutzung, die regionale Auswertung und das Trendmonitoring umfassen.

Die Auswahl der Projektorte ist abgeschlossen; die zuständigen Abteilungen werden nach Behördenangaben nun aktiv Folgemaßnahmen durchführen.

Zurzeit besteht das Pekinger Netzwerk aus 35 Luftmessstationen, die den Luftqualitätsindex für PM2,5 und fünf weitere wichtige Schadstoffe in Echtzeit umfassend überwachen. Dem Bericht zufolge hat das Netzwerkwichtige methodische Beiträge für die atmosphärische Umweltprüfung, Verschmutzungsprävention, Gegenkontrollmaßnahmen und Trendprognosen geleistet.

Das neue Überwachungsnetz könne umfassende und genaue Daten über die Umweltqualität abrufen und deren Zustand sowie entsprechende Tendenzen objektiv abbilden, hieß es weiter.

Weil die Besorgnis um die Luftqualität in Schulen gestiegen ist, haben einige Abgeordnete des Pekinger Volkskongresses vorgeschlagen, auch dort eine Reihe von Luftmessstationen aufzustellen.

Quelle: People’s Daily, Grafik: Luftverschmutzung in Peking

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