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China übernimmt Opera

Die chinesische IT-Firma Kunlun hat am Sonntagabend bekannt gegeben, dass sie die norwegische Firma Opera Software übernehmen wird.

china-uebernimmt-opera.jpg Dank der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas treten immer mehr chinesische Unternehmen in den globalen Markt ein. Gestern hat eine chinesische Übernahmegruppe den norwegischen Webbrowser Opera zu 100 Prozent aufgekauft.

Die chinesische IT-Firma Kunlun hat am Sonntagabend bekannt gegeben, dass sie die norwegische Firma Opera Software zusammen mit dem in Beijing ansässigen Internetsicherheits-Unternehmen Qihoo 360 und der Fondsgesellschaft Golden Brick Silk Road (Shenzhen) übernehmen wird. Der Übernahmepreis beläuft sich Schätzungen zufolge auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Kunlun soll 14 Prozent des gesamten Preises, nämlich 168 Millionen US-Dollar tragen.

Laut der Bekanntmachung hat die chinesische Übernahmegruppe bereits am 9. Februar 2016 ein Zusammenarbeitsabkommen unterzeichnet, am selben Tag hat die Fondsgesellschaft ein Handelsabkommen mit Opera abgeschlossen, demzufolge die Übernahmegruppe aus dem Reich der Mitte hundert Prozent der Aktien von Opera Software zu einem Preis von 1,2 Milliarden US-Dollar einkauft.

Opera Software ASA wurde im Jahr 1995 in der norwegischen Hauptstadt Oslo gegründet. Das börsennotierte Unternehmen gehört zu den bekanntesten Webbrowser-Entwicklern der Welt. Die Übernahme soll planmäßig vor dem 30. Juni vollständig abgeschlossen sein. Sollten die Käufer den Handel nicht rechtzeitig vollenden, müssen sie 40 Millionen US-Dollar Trennungsgeld bezahlen.

Er ist bereits das dritte Mal, dass Kunlun im noch jungen Jahr 2016 eine ausländische Investition tätigt. Am 11. Januar sicherte sich das chinesische Unternehmen mit 93 Millionen US-Dollar 60 Prozent der Aktionärsrechte an der weltweit am weitesten verbreiteten Dating-App für schwule und bisexuelle Männer namens Grindr. Nur neun Tage später hat es 800.000 US-Dollar in die neue US-amerikanische Roboter-Firma Woobo investiert, wodurch es sich 20 Prozent der Aktien und einen von insgesamt drei Vorstandssitzen sicherte.

Quelle: People’s Daily

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