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Taiwan verstärkt Vorsorgemaßnahmen gegen Zika-Virus

Zu den ergriffenen Maßnahmen zählen leicht verständliche Richtlinien und regelmäßige Aktualisierungen auf der CDC-Website sowie der Rat für schwangere Frauen, nicht in Gegenden mit erhöhtem Risiko zu reisen.

Die Zentren für Krankheitskontrolle (Centers for Disease Control, CEC) unter dem Ministerium für Gesundheit und Soziales (Ministry of Health and Welfare, MOHW) richteten am 2. Februar eine Kommandozentrale in Taipeh ein, Teil der Reaktion der Regierung der Republik China mit dem Ziel, einen Krankheitsausbruch des Zika-Virus in Taiwan zu verhüten.

Die Kommandozentrale hat die Aufgabe, die Maßnahmen zur Beobachtung der Krankheit zu koordinieren, welche von der Gesundheitsförderungsverwaltung (Health Promotion Administration, HPA) und der Nationalen Krankenversicherung (National Health Insurance Administration, NHI) durchgeführt werden. Sie dient zudem als Forschungsforum über das Zika-Virus für führende Gynäkologen, Fachärzte für ansteckende Krankheiten und Neurologen.

Einer der ersten Beschlüsse, der von der Kommandozentrale gefasst wurde, war die Heraufstufung des Zika-Virus von der Kategorie 2 meldepflichtiger Krankheiten auf Kategorie 5, zu der bereits die Viren von Ebola und MERS-CoV zählen.

Laut Premierminister Chang San-cheng steht die Einrichtung der Kommandozentrale im Einklang mit der Bekanntmachung der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) des gleichen Tages, gemäß der das Zika-Virus zu einem Notfall öffentlicher Gesundheit internationaler Tragweite erklärt wurde. „Die Regierung der Republik China schließt sich globalen Bemühungen beim Kampf gegen das Zika-Virus an und setzt vier Strategien um, bei denen es um Grenz-Quarantänemaßnahmen, Bereitschaft des Gesundheitsfürsorgesystems, Verhütung von Einschleppen des Virus und Vektorenkontrolle geht.“

Im Sinne von Changs Ausführungen meinte CDC-Generaldirektor Steve H. S. Kuo, zwar gebe es keine nennenswerte Zunahme bei der Zahl von Fällen mit Guillain-Barre Syndrom und Mikrozephalie, seit am 10. Januar erstmals ein Patient in Taiwan mit dem Zika-Virus diagnostiziert wurde, doch die CDC würden alle erforderlichen Schritte einleiten, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.

Zu den ergriffenen Maßnahmen zählen leicht verständliche Richtlinien und regelmäßige Aktualisierungen auf der CDC-Website sowie der Rat für schwangere Frauen, nicht in Gegenden mit erhöhtem Risiko zu reisen.

Weitere Initiativen umfassen eine Erhöhung der Reisewarnungen für die Karibik, Mittel- und Südamerika, außerdem wurde Südostasien auf die Beobachtungsliste gesetzt, insbesondere Indonesien, Malaysia, die Malediven und Thailand.

Im Oktober vergangenen Jahres bestätigte die brasilianische Regierung das Auftreten von mindestens 3500 Mikrozephalie-Fällen bei neu geborenen Babys, die mit dem Zika-Virus in Zusammenhang stehen könnten. Insgesamt 26 Länder und Territorien haben bestätigte Fälle der durch Moskitos übertragenen Krankheit gemeldet.

Quelle: Taiwan Heute

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