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China soll Entscheidung der Wähler Taiwans respektieren

Die Kabinettskommission für Festlandangelegenheiten hat an China appelliert, die Ergebnisse der Wahlen Taiwans zu respektieren.

In einer Pressemitteilung der Kabinettskommission für Festlandangelegenheiten heißt es, die Wahlen zeigten die reife Demokratie Taiwans. Alle Kreise Taiwans und China sollten die Entscheidung der Wähler und das demokratische System respektieren und sich und sich auch weiterhin für die friedliche und stabile Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße einsetzen. Friede und Stabilität zwischen beiden Seiten sei im Interesse Taiwans und Chinas. Die Verantwortung zur Aufrechterhaltung des Status Quo liege bei beiden Seiten.

Man werde Harmonie und Stabilität über die Taiwanstraße in Zunft auf der Basis der Prinzipien Gleichheit und Würde aufrechterhalten und fördern und den Austausch zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße stärken.

Das Taiwan Büro des chinesischen Staatsrats reagierte auf die Wahlen mit der Aussage, dass China am Konsens von 1992 und seinen Standpunkt gegen Taiwans Unabhängigkeit festhalten werde.

Wahlsieger und Verlierer bedanken sich bei Wählern

Wahlsieger und Wahlverlierer danken ihren Unterstützern und den Wählern. Gestern fand in Taiwan die Präsidentenwahl und Parlamentswahl statt. Viele Kandidaten fuhren heute durch die Straßen, um den Wählern zu danken.

Bei der Präsidentenwahl gewann Tsai Ing-wen von der Oppositionspartei DPP deutlich mit 56 % der Stimmen gegen den Kandidaten der KMT, Eric Chu. Der Kandidat der Volksnahen Partei, James Soong, erhielt 12,8% der Stimmen.

Damit haben die Wähler nach acht Jahren KMT-Regierung für den Regierungswechsel gestimmt. Tsai Ing-wen wird das Präsidentenamt am 20. Mai antreten. Bei der Parlamentswahl konnte die Oppositionspartei DPP erstmals eine Mehrheit der Parlamentssitze gewinnen. Die DPP erhält nach den vorläufigen Endergebnissen der Zentralen Wahlkommission 68 von 113 Sitzen im Parlament. Das sind gut 60 % der Sitze. Bei der letzten Wahl erhielt die DPP nur 40 Sitze. Die KMT erhält im neuen Parlament nur noch 35 Sitze, bei der letzten Parlamentswahl erhielt sie noch 64 Sitze. Neu einziehen wird ins Parlament die New Power Party als drittstärkste Kraft mit 5 Sitzen oder einem Sitzanteil von 4,4 %. Die Volksnahe Partei PFP erhält 3 Sitze. Ein Sitz geht an eine Vertreterin der Freien Wählergemeinschaft und ein Sitz an einen parteilosen Kandidaten.

Gemäß der Zentralen Wahlkommission war die Wahlbeteiligung bei der Präsidentenwahl 66,27 %. Damit lag die Wahlbeteiligung erstmals unter 70 %. Bei der Wahl 2012 betrug die Wahlbeteiligung 74,38 %.

Quelle: RTI

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