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China verneint Zusammenhang zwischen Smog und Kernstrahlung

Das chinesische Ministerium für Umweltschutz hat eine Hypothese zurückgewiesen, der zufolge Radioaktivität in Folge von Verbrennung uranhaltiger Kohle die Hauptursache von Smog sein könnte.

Das chinesische Ministerium für Umweltschutz (MEP) hat sich unter Berufung auf aktuelle Untersuchungsergebnisse gegen die Vermutung ausgesprochen, dass ein Zusammenhang zwischen radioaktiver Strahlung aufgrund von Verbrennung uranreicher Kohle und der Bildung von Smog bestehen könnte.

In einer aktuellen Verlautbarung ließ das MEP am Samstag verkünden, dass radioaktive Strahlung in keinerlei Zusammenhang mit Smog steht und dass die atmosphärische Strahlung im Land stabil ist und keinerlei uranreiche Teilchen aufweist. Dies habe eine kürzlich vom Umweltamt durchgeführte Untersuchung bestätigt.

Die Hypothese tauchte 2013 das erste Mal öffentlich in einem Internetartikel auf, der behauptete, dass einige Kohleminen in Ordos in der Inneren Mongolei radioaktive Substanzen – darunter Uranium – aufweisen würden, deren Halbwertszeit über hundert Millionen Jahre beträgt.

Der Artikel sprach weiter davon, dass diese Substanzen nach der Verbrennung der Kohle als radioaktives Pulver in die Erdatmosphäre eindringen und die Hauptursache für Smog sein könnten.

Experten, die an den vom Ministerium für Umweltschutz durchgeführten Untersuchungen teilnahmen, fanden heraus, dass der Gehalt von Uranium-238 in den Kohle- und Abfallgesteinsproben in Ordos 6,3 bis 57,7 und 14,4 bis 87,2 Bq/kg (Becquerel pro Kilogramm) enthalten und damit das gleiche Niveau wie der nationale Standard betragen.

In Ordos gibt es sowohl Uranium- als auch Kohleminen. Laut Angabe des MEP ist der Uranium-Tagebau noch nicht erschöpft, ebenso wie die Kohlemine, die über 100 Meter unter der Uraniummine liegt.

Den Messwerten der 167 atmosphärischen Strahlungsüberwachungsstationen des Landes aus dem vergangenen Jahrzehnt zufolge sei das Strahlungsniveau stabil geblieben, es seien keine uranreichen Teilchen entdeckt worden, so das Ministerium.

Analysen des Gehaltes von Uranium-Isotopen in Luftpartikeln haben ergeben, dass deren Intensität das gleiche Niveau aufweist wie deren natürlicher Gehalt im Boden.

Zhao Shunping, Forscher am Radiation Monitoring Technical Center des Ministeriums für Umweltschutz beteuert, dass das Level der atmosphärischen Strahlung absolut normal ist und der Gehalt von Uranium in den Luftpartikeln zu gering sei, um die menschliche Gesundheit in irgendeiner Form zu beeinträchtigen.

Quelle: People’s Daily

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