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China: Ein Jahr voller Höhepunkte

Während in Deutschland 2016 bereits in den Kinderschuhen steckt, wartet man in China noch freudig auf das Jahr des Affen.

So soll ein Jahr voller Höhepunkte werden, sowohl bei uns, als auch in China. Die Höhepunkte des Reiches der Mitte selbst zu erkunden, kann dabei natürlich ein Spektakel der besonderen Art sein. Eine Reise durch die Weiten des ehemaligen Kaiserreiches wird gekrönt von diversen Höhepunkten, denn Land und Leute sind bis heute von den Einflüssen der Jahrtausende währenden Herrschaft diverser Kaiser-Dynastien geprägt.

In Luoyang, einer ehemaligen Kaiserstadt scheint im alten Stadtkern die Zeit stehen geblieben zu sein, denn hier schmiegen sich kleine, verwinkelte Bauten dicht aneinander, während Autos sich das eine oder andere Mal auch an einem Pferdefuhrwerk vorbeidrängen müssen. Dicht bei Luoyang werden die Spuren einer berühmten und berüchtigten Kaiserin deutlich, die, nach Ihrem Antlitz, eine immense Buddhastatue fertigen ließ. Diese stand in einer Grotte, umringt von abertausenden kleinen Kammern, die in den Fels geschlagen wurden und Herberge vieler einzigartiger Statuen sind. Dieser Umstand gibt dem heute unter freiem Himmel liegenden Ort am Flussufer auch den treffenden Namen, Grotte der tausend Buddhas. Von der gegenüberliegenden Flussseite, wo eine idyllische Tempelanlage auf einem Hügel thront, kann man das Gesamtkunstwerk der Grotten noch besser in Augenschein nehmen.

Auch die große Wildganspagode in Xi’an oder die beeindruckend gut erhaltene, mächtige Stadtmauer, über deren grenzen Stadt bereits seit Langem hinausgewachsen ist, stellen atemberaubende Zeugnisse kaiserlicher Architektur dar und bieten einen idealen Aussichtsplatz über die Stadt. Die legendäre Armee aus Tonkriegern, die das Grab des ersten Kaisers von China bewacht, ist an Detailverliebtheit und Kunstfertigkeit kaum zu überbieten. Der Anblick der fast 8.000 Soldaten nimmt einem schier den Atem, auch wenn sie mit der Zeit ihr farbenprächtiges Design verloren haben. Trotz der immensen Größe der Hallen, die zum Schutz der Tonkrieger über die Ausgrabungsstätten gebaut wurden, wabert eine andächtige Stille über das Areal, ähnlich wie im Steelenwald mitten in Xi’an. In den verwinkelten Gassen, vorbei an bunten Ständen, Plunder, Gewürzen, frisch gebackenem Brot, Schmuck und anderen Kleinigkeiten, ist es laut und lebhaft und man kann sich in diesem Gedränge, in den Gerüchen und Geschmäckern verlieren.

Wenn es um Höhepunkte Chinas oder auch ganz allgemein geht, darf das Herz dieses Landes, die Hauptstadt Peking, natürlich nicht fehlen. Chinesische Hochkultur trifft hier auf die verwinkelten Gassen der alten Stadtviertel, auch „Hutong“ genannt, mit Gassen, meist zu schmal für Fahrzeuge. Hier folgt das Leben einem eigenen Rhythmus. Das Pekinger Street Food, welches einem auf kleinen Ständen oder Wägelchen am Wegesrand begegnet, ist mindestens genauso berühmt wie, die chinesische Küche generell. Speisen wie die Kaiser oder der kleine Bürger, alles ist möglich und gleichwohl schmackhaft. Obwohl der Norden Chinas landschaftlich eher trocken und karg geprägt ist, laden Flora und Fauna in und um Peking sehr zu Verweilen ein. Des Kaisers Sommerfrische auf dem Gelände des Sommerpalastes und der nahe liegende botanische Garten begeistern mit einer Blütenpracht im Frühling, Abkühlung von der heißen Stadtluft im Sommer, bunten Blättern im Herbst und so mancher Schlittschuhbahn und kunstvoll gefrorenen Gewächsen.

Für seine exquisite Gartenkunst ist auch Suzhou, nahe Shanghai, berühmt. Shanghai scheint den Gegenpol zum alten, ruhigen und verwinkelten China aus der Kaiserzeit zu bilden, stehen die glänzenden Hochhäuser und gigantischen Einkaufszentren für Moderne und Weltoffenheit. Nichtsdestotrotz erliegen Besucher Shanghais ganz eigenem Charme, denn auch Chinas Moderne in guter „Schneller, höher, weiter“-Manier hat einiges zu bieten und stellt sicherlich in seiner Schnelligkeit und Größe einen weiteren Höhepunkt Chinas dar. Französisches Flair gepaart mit chinesischer Tradition vor futuristischer Kulisse ist Shanghais einzigartige Mischung, die darauf brennt, erkundet zu werden. In den französischen bauten aus kolonialer Zeit hat sich mittlerweile ein Szeneviertel niedergelassen, bestehend aus hippen Bars und Cafes, kleinen Shops und Designerläden.

Bevor jedoch das Gefühl der Verstädterung überhand nimmt, bietet das saftige Grün der Karstfelsen in und um Guilin eine erfreuliche Abwechslung. Zwischen Palmen, hoch gewachsenen, üppigen Bäumen und jeder Menge Wasser erheben sich die Karstfelsen mit malerischen Namen wie Elefantenhügel geradezu urplötzlich aus dem Boden. In der Schilfflötenhöhle wird so manches Geheimnis dieser einmaligen Landschaft offenbar, denn hohe und bizarre Tropfsteinformationen ragen hier von Decke und Boden, bedecken Wände und erstrahlen in verschiedenen Farben. Trotz allem hat sich der Mensch die bergige Szenerie um Guilin zu Nutze gemacht und damit ein vollkommen neues und zugleich erstaunliches Bild geschaffen. Die unzähligen Terrassenreisfelder zieren die Berghänge und geben im glitzernden Licht der Morgen- und Abendsonne ein besonders schönes Bild.

Frühaufsteher können sich in Chengdu eines weiteren Höhepunktes Chinas versichern, denn dann werden die Pandas in ihrer Aufzuchtstation nahe Chengdu gerade richtig wach. Zwischen Pfauen, roten Pandas und Mandarinenten kann man diese drolligen Zeitgenossen bei ihrem Frühstück beobachten. Ebenfalls nahe Chengdu befindet sich die gigantische Statue eines Buddhas, der in 80-jähriger Arbeit aus dem Fels des Leshan gearbeitet wurde und nun mit seinem gütigen Blick über die Umgebung wacht und einen Anblick bietet, den man nicht so leicht vergisst, ein echter Jahres-Höhepunkt.

Quelle:
CAISSA Touristic (Group) AG
Burchardstraße 21
20095 Hamburg

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