Menu

Chinas Lebensmittelindustrie: Die neue zwei-in-eins Geschäftslizenz

Die staatliche Aufsichtsbehörde für Lebensmittel hat am 1. Oktober Regularien veröffentlicht, welche eine Verschmelzung der Lizenz zur Lebensmittelherstellung und der Bewirtungslizenz zu einer einzigen Lizenz vorsieht.

Bei der Gründung eines Unternehmens in China wird eine generelle Geschäftslizenz benötigt, allerdings setzen spezielle Industrien, wie beispielsweise die Lebensmittelindustrie, zusätzliche Lizenzen voraus. Bisher gab es für die Lebensmittelindustrie drei verschiedene Lizenzen: Lizenz zur Herstellung, Lizenz zur Distribution und eine Bewirtungslizenz. Im letzten Jahr wurden im Rahmen von Reformen der staatlichen Aufsichtsbehörde bereits die Lizenz zur Distribution und die Bewirtungslizenz zusammengefügt. Dies stellt eine Erleichterung des Markteintrittes neuer Unternehmen in die Lebensmittelbranche dar.

Die Behörde zur Sicherung der Lebensqualität des Büros zur Marktüberwachung, hat ihr Personal entsprechend geschult und will ab nächsten Monat die neuen zwei-in-eins Lizenzen ausgeben.

Trotz der Vereinfachung des Lizenzprozesses, müssen Unternehmen sich weiterhin der Anforderungen des Bewerbungsprozesses einer Geschäftslizenz bewusst sein. Die folgenden Stichpunkte sind als Grundauflagen des Prozesses zu sehen:

Die Liste der genauen Auflagen beinhaltet eine detaillierte Beschreibung der Kriterien für Lebensmittel mit gesonderter Beobachtung, dazu gehören beispielsweise Babynahrung, Milchpulver, medizinische Produkte, Zusätze und sonstige Produkte, welche auf die Gesundheit einwirken, sowie selbsthergestellte Lebensmittel und gefrorene Produkte.

Lizenz zur Herstellung von Lebensmitteln

Die Lizenz zur Herstellung von Lebensmitteln, welche nicht in den Bewerbungsunterlagen der staatlichen Lebensmittelverwaltungsstelle (State Food and Drug Administration – SFDA) enthalten ist, wurde ausgeweitet. In der letzten bürokratischen Neuerung der allgemeinen Lebensmittellizenz wurden zusätzliche Bedingungen in die Richtlinien eingefügt.

Am 30. August hat die SFDA eine Verordnung zur Implementierung von Lebensmittelherstellungsabläufen veröffentlicht, welche die Abschaffung des QS Codes vorsieht. Produkte mit QS Codes dürfen noch bis zum 1. Oktober 2018 verkauft werden. Die QS Codes werden durch einen SC (Sheng Chan) Code, einem 14-stelligem Zahlencode welcher detaillierte Informationen über das Produkt preisgibt, ersetzt.

Im Zuge der Implementierung des SC Codes, hat die SFDA eine neue Klassifizierung der Lebensmittel eingeführt. Beispielsweise steht die Nummer 1 für Lebensmittel, die Nummer 2 für Lebensmittelzusätze, die Nummer 27 für gesundheitsfördernde Nahrung und die Nummer 29 für Baby Nahrung.

Chancen für Auslandsinvestitionen

Nach mehreren Lebensmittelskandalen und wachsender Sorge über die Umweltverschmutzung, sind chinesische Konsumenten mehr und mehr um gesunde, nachverfolgbare und natürlich hergestellte Lebensmittel bemüht. Nach dem Euromonitor International zufolge, ist im Jahr 2014 der Inlandsabsatz an natürlich hergestellten Lebensmittel um 35 Prozent gestiegen. Dies stellt ein enormes Potenzial für Investitionen dar. Kombiniert mit den neuesten Änderungen des Lizenzprozesses ist der Markt relativ einfach zu bearbeiten.

Quelle:
china-briefing.jpg
Dezan Shira & Associates | China Briefing (Alle Artikel von China Briefing)

© CHINA OBSERVER 2007 - 2016 • All Rights Reserved.

China Nachrichten in deutscher Sprache.

Für den Titel: CHINA OBSERVER nehmen wir Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.

Konzeption: dato | Realisierung: pixelpainter | Programmierung: Jo Schwarz | Template basic concept: CodyHouse