Tibeterin stirbt nach Selbstverbrennung, traditionelle Bestattung verweigert

Mutter eines 3jährigen Kindes, starb, nachdem sie sich aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in der Provinz Sichuan angezündet hatte.


Die 20jährige Chuktso starb am 16. April nach ihrem Selbstverbrennungsprotest um etwa 3 Uhr nachmittags in der Nähe des Klosters Jonang im Bezirk Dzamthang in der tibetischen Provinz Amdo.

Kurz darauf brachten dort ansässige Tibeter ihren Körper in das Kloster Jonang, wo die Mönche Gebete und religiöse Rituale für die Verstorbene abhielten. Später brachten sie den Körper in das Haus der Familie.

Die Angehörigen von Chuktso wurden gezwungen, die Leiche eiligst zu kremieren, und zwar noch in derselben Nacht auf Anordnung der Bezirksregierung und des Public Security Bureaus, die drohten, den Körper zu beschlagnahmen, falls er nicht sofort eingeäschert würde.

Bei vielen Tibetern, die nach den Selbstverbrennungsprotesten starben, wurde den Angehörigen das Recht auf die Ausübung ihres eigenen Glaubens verweigert, also das Recht auf eine würdige und der Kultur entsprechende Bestattung beim Übergang in das nächste Leben. Verwandte und Freunde derjenigen, die zu solch einer Tat schritten, werden drangsaliert und müssen sich den willkürlichen Anordnungen der Behörden fügen.

Am 24. März dieses Jahres, als die 24jährige Kalkyi denselben Tod starb, erließen die Lokalbehörden die ausdrückliche Verfügung, daß die Angehörigen die Leiche noch in derselben Nacht einzuäschern hätten.

Immer wieder konfiszierten die chinesischen Behörden die Körper der „Selbstverbrenner“, und die Angehörigen bekamen am Ende nur die Asche ausgehändigt, bei der es sich um die Überreste ihrer Lieben handeln soll. Sie haben keine Möglichkeit, etwas über den Tod ihrer Familienmitglieder und die Echtheit der Asche zu erfahren.

Auf diese jüngste Selbstverbrennung hin wurde der Einsatz von Sicherheitskräften um das Kloster Jonang und das Dorf Bharma verstärkt.

Chuktso wurde im Dorf Bharma im Bezirk Dzamthang geboren. Ihr Vater heißt Tenkho und ihre Mutter Donkyi. Sie selbst war Mutter eines dreijährigen Kindes. Bharma in der Nähe des Klosters Jonang ist ein Bauern- und Nomadendorf des Bezirks Dzamthang.

Bei Chuktso handelt es sich um den sechsten Fall eines Feuerprotestes gegen die chinesische Regierung in Dzamthang. Die Gesamtzahl dieser Proteste in Tibet stieg inzwischen auf 115.

Eingereicht durch:

Internationale Gesellschaft fur Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
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IGFM München

Quelle: TCHRD

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