Behörden in China suchen fast 100 Tonnen verseuchtes Milchpulver
Der Skandal um mit Melamin verseuchtes Milchpulver war im September 2008 bekannt geworden.
Mehr als ein Jahr nach der offiziellen Entwarnung im chinesischen Milchpulverskandal sind immer noch Tonnen des mit Melamin verseuchten Pulvers im Umlauf. Wie die Zeitung “China Daily” am Montag berichtete, suchen die Behörden noch mehr als 90 Tonnen der verseuchten Milch, die zwischen Juli und November zur Weiterverarbeitung verkauft wurden. Nach Angaben der staatlichen Zeitung hatte eine Molkerei der nördlichen Provinz Ningxia im vergangenen Sommer rund 170 Tonnen des zur Zerstörung bestimmten Pulvers aufgekauft, neu verpackt und an fünf Unternehmen im Norden und Süden des Landes weiterverkauft. Davon seien erst 72 Tonnen wieder entdeckt worden.
Unklar war laut dem Bericht, ob die Molkerei die verseuchte Milch bewusst in Umlauf gebracht hatte: Nach Angaben des örtlichen Molkereiverbands war das Unternehmen zu klein, um sich teure Testgeräte leisten zu können. In jedem Fall aber sei es illegal gewesen, das Pulver in neuer Verpackung anzubieten. Die Behörden hatten die Molkerei und ein zweites Unternehmen am Samstag geschlossen.
Nach den Worten des früheren Vize-Vorsitzenden des chinesischen Molkereiverbands, Wang Huaibao, wirft der neue Skandal ein schlechtes Licht auf die chinesischen Kontrollbehörden. “Die Affäre liegt jetzt schon fast anderthalb Jahre zurück, und immer noch fehlt den Regierungsbehörden das Bewusstsein für den Lebensmittelschutz”, sagte Wang der Nachrichtenagentur AFP.
Der Skandal um mit Melamin verseuchtes Milchpulver war im September 2008 bekannt geworden: Damals war die gesundheitsschädliche Industriechemikalie im großen Stil der mit Wasser gestreckten Milch beigemischt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Fast 300.000 Babys und Kleinkinder erkrankten, sechs starben. Nachdem auch im Ausland Melamin-verseuchte Produkte aufgetaucht waren, startete Peking eine umfangreiche Rückrufaktion: Unzählige Unternehmen blieben auf Tonnen verseuchten Milchpulvers sitzen, ohne entschädigt zu werden. In ihrer Verzweiflung versuchten nun einige von ihnen laut “China Daily”, das Pulver wieder zu verkaufen, um ihre Schulden zu zahlen.
Tags: China, Milchpulver, Molkerei, Melamin
Quellen:
afp

Medien in China berichten über Stuttgart 21
Auch in China ist zwischenzeitlich Stuttgart 21 ein Thema.
China-Nachrichten bei T-Online vom Montag dem 06.09.2010
Aktuelle China Nachrichten und Schlagzeilen bei T-Online vom Montag dem 06.09.2010.
Ukraine und Hongkong vereinbaren gegenseitige Visafreiheit
Die Ukraine und Hongkong sind über den Verzicht auf Visa im gegenseitigen Reiseverkehr übereingekommen.
Rettung von 115 Bergleuten in China soll verfilmt werden
Wunder von Shanxi soll zum Nationalfeiertag in die Kinos kommen.
3 tote Richter durch Amoklauf in China
Ein Amokläufer hat in einem Gericht in China mit einem Maschinengewehr wild um sich geschossen und drei Richter getötet.
Chinesische Aphorismen für Dienstag den 01.06.2010
Chinesische Aphorismen sind Lebensweisheiten für Dienstag den 01.06.2010.Heute vor einem Jahr
(06.09.2009)
China Fernsehtipps vom Sonntag dem 06.09.2009
Aktuelle Fernsehtipps vom Sonntag dem 06.09.2009 und den kommenden Tagen, gefiltert nach dem Stichwort „China“.
Chinas Emissionen könnten ab 2030 abnehmen
Damit legte eine Expertengruppe der Regierung in einer Studie erstmals Klimaziele fest.


























