China will Luftqualität während Expo in Shanghai streng kontrollieren
Während der Expo 2010 in Shanghai werden strengere Regelungen für Unternehmen in Shanghai gelten.
Sollte die Luftqualität in der Stadt unter den Standard fallen, müssen die Unternehmen ihre Produktion zurückschrauben.
Unternehmen in Shanghai innerhalb von 300 Kilometern des Jangtse-Flussdeltas würden während der sechsmonatigen Expo einer Produktionskontrolle unterliegen, wenn die Luftqualität der Stadt unter den Standard falle, gaben Umweltbehörden vor kurzem. “Wir werden die Luftqualität täglich kontrollieren, und wenn es eine negative Tendenz gibt, werden wir Notfallmaßnahmen unternehmen. Dazu gehören Produktionskontrolle oder sogar die Schließung bestimmter Unternehmen, die besonders hohe Luftverschmutzung verursachen”, so Zhang Quan, Direktor des städtischen Umweltamtes gegenüber China Daily am Rande des jährlichen Volkskongresses der Stadt.
Die Regelung wird für die Eisen-, Stahl-, Chemie- und Baubranche gelten. Die Politik werde von Beamten der anliegenden Provinzen, wie Jiangsu und Zhejiang, unterstützt, so er. Die beiden Provinzen und die Stadt haben bereits beim Austausch von Daten über Luftverschmutzung zusammengearbeitet, um Luft verschmutzende Substanzen in dem Gebiet zu reduzieren.
Stadtregierungen hätten Notfallpläne für die Kontrolle von Fahrzeugen während der Expo ausgearbeitet, so Zhang. In den Plänen wird nicht ausgeschlossen, auf die Nummernschild-Regel zurückzugreifen, bei der Autos je nach gerader oder ungerader Nummer an abwechselnden Tagen fahren dürfen. Ein anderer Plan, der erwogen wird, ist ein Verbot für Kraftfahrzeuge an einem Tag pro Woche je nach Nummernschild. Für Autobesitzer in Peking gilt auch heute noch die letztere Regelung, selbst nach den Olympischen Spielen. “Auch wenn Maßnahmen für Fahrzeugkontrolle vordergründig dafür da sind, Staus zu verringern, dienen sie auch dazu, die Luftqualität zu verbessern, da sie Abgase stark reduzieren”, meint er. Die Leute würden ermutigt, den Bus oder die Bahn zu nehmen, um die Expo zu besuchen.
In Shanghai hat sich die Luftqualität stetig verbessert. Im vergangenen Jahr gab es über 90 Prozent Tage, an denen die Luftqualität “befriedigend” oder “gut” war. Dies war das erste Mal, dass sie die 90-Prozent-Marke überschritten hat. Die Stadt hat sich dieses Jahr das Ziel gesetzt, an über 95 Prozent Tagen eine “befriedigende” Luftqualität zu erreichen, um eine umweltfreundliche Expo veranstalten zu können.
Seit 2000 führt die Stadtregierung eine Umweltkampagne mit einer Investition von rund drei Prozent des BIP-Wachstums in stadtweite Umweltinitiativen aus. Trotzdem bedürften immer noch einige Gebiete einer Verbesserung, insbesondere die Vororte und ländlichen Gebiete, so Zhang. Beispielsweise sei die landwirtschaftliche Verschmutzung durch den übermäßigen Gebrauch von Pestiziden und Dünger eine wachsende Bedrohung, so Experten. Jin Yan, ein Vertreter des Stadtkongresses des Shanghaier Bezirks Xuhui, rief die Regierung dazu auf, kostenlose ungiftige Pestizide und Dünger an Bauern zu verteilen, um die landwirtschaftliche Verschmutzung zu reduzieren.
Tags: China, Shanghai, Expo, Weltausstellung, 2010, Umweltkampagne, Luftqualität
Quellen:
CIIC

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