Taiwan erwägt Schuldenerlass für Haiti
Nach Taiwans Präsident Ma Ying-jeou überlegt Taiwan Schuldenerlass für Haiti.
Ma sagte, er habe das Außenministerium bereits um Prüfung dieser Angelegenheit gebeten: “Ich habe heute den Appell von französischer Seite gesehen. Haiti hat sehr große Schulden, ein Teil davon sind Schulden an die Republik China. Es sind keine Schulden an die Regierung, sondern an Banken. Sie hoffen, dass wir Schuldennachlass oder sogar Schuldenerlass gewähren können. Ich habe das Außenministerium bereits gebeten, die notwendigen Überprüfungen vorzunehmen, um zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt, Haiti bei der Überwindung dieser Schwierigkeiten zu helfen.”
Frankreich setzt sich nach der Erdbebenkatastrophe für einen beschleunigten Schuldenerlass für Haiti ein. Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde sagte, sie habe den Pariser Club der Gläubigerstaaten einen solchen Vorschlag gemacht. Sie werde auch Venezuela und Taiwan, bedeutende Gläubiger Haitis außerhalb des Pariser Clubs, um Hilfe beim Schuldennachlass bitten.
2. Rettungsteam aus Taiwan in Haiti im Einsatz
Ein zweites Team aus Taiwan hat die Hilfstätigkeit in Haiti aufgenommen. Das Team besteht aus Such- und Rettungskräften, medizinischem Personal und freiwilligen Helfern des Roten Kreuzes Taiwans, des Such- und Rettungsteams der Stadt Taipei und des Tri-Service Krankenhauses. Das Team ist auf dem Landweg von der benachbarten Dominikanischen Republik zur Hauptstadt Haitis, Port-au-Prince gereist.
Die Rettungskräfte suchen gemeinsam mit deutschen Kräften nach Überlebenden, das medizinische Hilfsteam wurde dem medizinischen Zentrum der Vereinten Nationen zugeteilt.
Das erste Such- und Rettungsteam aus Taiwan ist am Samstag in der Hauptstadt Haitis, Port-au-Prince, eingetroffen und hat heute seinen Einsatz dort beendet.
Taiwans Rettungsteam rettet zwei Menschen in Haiti
Taiwanische Rettungkräfte haben seit ihrer Ankunft in Haiti vor zwei Tagen zwei Überlebende des schweren Erdbebens gerettet. Taiwans Rettungsmannschaft rettete zusammen mit einer Mannschaft aus New York einen französischen UN-Angestellten und eine lokalen Einwohner. Die Retter sagten, das die Fähigkeit der Taiwanesen bei der Auslotung der Opfer der Schlüssel zum Erfolg war.
Taiwan wird am Dienstag eine weitere Mannschaft senden, der auch Medizinisches Personal und drei Studenten aus Haiti angehören. Die Einsatzgruppe ist in der Lage, am Tag 1000 Patienten zu behandeln. Nichtregierungsorganisationen in Taiwan haben mittlerweile 70 t an Hilfsgütern nach Haiti gesandt.
Präsident Ma Ying-jeou sagte am Montag, das er überlege, die an Haiti angrenzende Dominikanische Republik zu besuchen, um Taiwans dort in stationärer Behandlung befindliche Diplomaten aus Haiti zu besuchen. Taiwans Botschafter zu Haiti und andere diplomatische Vertreter wurden be dem Erdbeben leicht verletzt. Taiwans Präsident wird in der nächsten Woche planmässig zur Amtseintrittszeremonie des Hondurianischen Präsidenten Portfirio Lobo Sosa reisen.
Es wird befürchtet, das das in der letzten Woche Haiti zerstörende Erdbeben der Stärke 7 auf der Richterskala 200.000 Todesopfer gefordert haben könnte. Die Zahl konnte bisher aber noch nicht bestätigt werden.
Leiche von taiwanischem Mädchen in Haiti geborgen
Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti wurde ein taiwanisches Todesopfer gefunden. Die Leiche der Tochter eines nach Haiti entsandten taiwanischen Ingenieurs der Overseas Engineering & Construction Corp war von einem kanadischen Such- und Rettungsteam aus den Trümmern des eingestürzten Wohnhauses geborgen worden. Zhang Jiping, ein Sprecher des Außenministeriums sagte, französische und kanadische Such- und Rettungsteams seien gebeten worden, die Such- und Rettungsmaßnahmen durchzuführen. Das kanadische Team habe schließlich die Leiche des kleiinen Mädchens aus den Trümmern geborgen. Die Familienangehörigen des Mädchens waren dabei vor Ort. Das Außenministerium hat sein Mitgefühl über den Tod des Mädchens ausgesprochen.
Nach Angaben der haitianischen Regierung sind bisher 25.000 Todesopfer geborgen und beerdigt worden. Die Weltgesundheitsorganisation rechnet insgesamt mit rund 50.000 Toten.
Tags: Taiwan, Haiti, Erdbeben, Schulden, Rettungsteams, Hilfsgüter, Rettungkräfte
Quellen:
RTI

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