China bestätigt erstmals offiziell Hinrichtung von Tibetern nach Unruhen in Lhasa 2008
“Die beiden Verbrecher wurden in Übereinstimmung mit dem Gesetz in erster Instanz und im Berufungsprozess schuldig gesprochen und exekutiert”.
Die chinesische Regierung hat erstmals nach den Unruhen vom März 2008 die Hinrichtung von zwei Tibetern bestätigt. “Die beiden Verbrecher wurden in Übereinstimmung mit dem Gesetz in erster Instanz und im Berufungsprozess schuldig gesprochen und exekutiert”, sagte Außenamtssprecher Ma Zhaoxu am Dienstag in Peking. Menschenrechtsgruppen warfen den chinesischen Behörden vor, vier Tibeter wegen Beteiligung an den Unruhen in Tibet erschossen zu haben. Über die beiden von ihm bestätigten Fälle hinaus seien ihm keine weiteren bekannt, sagte Ma dazu. Die Behörden in der tibetischen Hauptstadt Lhasa wollten auf wiederholte Nachfragen der Nachrichtenagentur AFP keine weiteren Auskünfte erteilen.
Die Unruhen in Lhasa und anderen Gebieten Tibets kamen für die chinesischen Behörden insbesondere deshalb ungelegen, weil die Olympischen Sommerspiele in Peking bevorstanden. Die Regierung machte das geistliche Oberhaupt der Tibeter, den im Exil lebenden Dalai Lama, für den Ausbruch der Unruhen verantwortlich. Nach offizieller chinesischer Darstellung wurden von den Aufständischen 21 Menschen getötet, chinesische Sicherheitskräfte töteten ihrerseits einen Aufständischen. Die tibetische Exil-Regierung hingegen erklärte, mehr als 200 Tibeter seien bei der Niederschlagung der anti-chinesischen Proteste getötet worden.
Tags: China, Tibet, Lhasa, Unruhen, Hinrichtungen, Todesstrafe, Urteil
Quellen:
afp

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