Spiegel Online - fehlerhafte Recherche zum Bericht »Kampagne gegen deutsche Medien«
In einem Online-Artikel des Nachrichtenmagazins Spiegel wurde die Nachrichtenseite “China Observer” falsch dargestellt.
Nachdem bereits zahlreiche Medien die Thematik um eine Mitarbeiterin der “Deutschen Welle” aufgegriffen hatten, hat sich in einem Online-Artikel vom 19.09.2008 nun auch der Spiegel diesem Thema gewidmet.
Hintergrund des Artikels sind zum einen die besonders auffälligen regimefreundlichen Berichte der Leiterin der China-Redaktion der deutschen Welle “Zhang Danhong” und zum anderen die zwischenzeitlich zahlreichen Artikel der chinesischen Nachrichtenagentur “Xinhua“, in der diese, mit einer geballten Breitseite von publizistischen Angriffen gegen die deutschen Medien hetzt.
Auch die Redaktion des “China Observer” hatte in den vergangenen Wochen sowohl über die Ereignisse um “Zhang Danhong” der “Deutschen Welle” als auch der Hetzkampagnen der staatlichen Nachrichtenagentur “Xinhua” mehrfach berichtet. Nicht zuletzt war auch die Redaktion des “China Observer” einem direkten Angriff der staatlichen Nachrichtenagentur “Xinhua” ausgesetzt, der auch dazu geführt hat, dass die Internetseite des “China Observer” in China selbst nicht mehr aufgerufen werden kann.
Auch wenn der Spiegel in seinem Bericht vom 19.09.2008 als erste deutsche Redaktion die Internetseite von “China Observer” richtigerweise als “Nachrichtenseite” betitelt, und nicht wie viele andere Medien die Arbeit etwas herablassend als “Blog” bezeichnet, wurde die Intension und das Ziel der Redaktion in einen vollkommen falschen Kontext gebracht.
Nach der Darstellung des “Spiegel”, ist der “China Observer” zwar eine Nachrichtenseite, wird jedoch hierbei nicht mit allen deutschen Nachrichtenseiten gleichgestellt. So schrieb der Spiegel:
»Die Deutsche Welle muss sich derweil mit der Frage beschäftigen, ob ihr Programm chinesischer Propaganda Raum bietet. Regimekritische deutschsprachige Medien wie der “China Observer” und die “Epoch Times” haben zahlreiche Beispiele gesammelt … «
sowie:
»Der “China Observer” prangert auch ein Interview im Online-Angebot der DW an, in dem der Satz “die KP ist zur Zeit die Garantie für Stabilität und Wohlstand in China” fällt.«
Wir wissen nicht, warum die Redaktion des “China Observer” ausgerechnet in diesem, zudem falschen Kontext genannt wurde. Die Redaktion der Online-Ausgabe des “Spiegel” hatte sich zu keinem Zeitpunkt an die Redaktion des “China Observer” gewendet und scheint bei dessen Recherche auch nicht besonders sorgfältig gewesen zu sein. Richtig ist, dass auf “China Observer” auch kritische Berichte und Artikel veröffentlicht werden, jedoch ist die Redaktion des “China Observer” nicht regimekritischer als andere deutsche Medien. So kann jeder im Impressum des “China Observer” nachlesen:
»Wir lehnen eine Haltung Pro oder Contra China grundsätzlich ab, da es nicht darum geht, für oder wider China zu sein, sondern darum, dass jeder der sich über China informieren möchte, möglichst viele Informationen erhalten kann.«
Der “China Observer” bietet allen Autoren, Redaktionen, Journalisten, Organisationen und Unternehmen, die sich an den Pressekodex halten die Möglichkeit, Artikel auf “China Observer” zu veröffentlichen. Dass diese Möglichkeit bislang von eher regimekritschen Autoren und Verbänden genutzt wird, ist unbestritten, liegt jedoch einzig und allein an der Tatsache, dass “regimetreue” oder “regimeneutrale” Personen oder Organisatoren aus unerklärlichen Gründen lieber ein Medium verurteilen als dieses genauso umfangreich zu nutzen. Aus diesem Grund steht unter jeder Meldung auch:
»Für die Inhalte dieser Meldung ist die jeweilige Presseagentur oder der Herausgeber der Pressemitteilung verantwortlich. Mit Pressemitteilungen von Vereinen, Verbänden, Organisationen, Unternehmen sowie den Nachrichten von Presseagenturen und Artikeln der einzelnen Autoren identifiziert sich die Redaktion und der Betreiber der Internetseite nicht.«
Jo Schwarz für Xinhua.de
Tags: Spiegel, Spiegel Online, Xinhua, Deutsche Welle, DW, Zhang Danhong
Quellen:
China Observer

Keine Lizenz in China für Google Maps
Volksrepublik verlangt Zensur - Suchmaschinengigant wehrt sich.
USA und China: Die Heuchler und der Cyberkrieg
Sinnloses Wettrüsten im Netz.
Internetbranche in China boomt weiter
China bemühe sich gegenwärtig darum, das Telekommunikationsnetz mit dem Internet und dem Kabelfernsehnetz zu verbinden.
Chinesische Aphorismen für Mittwoch den 01.09.2010
Chinesische Aphorismen sind Lebensweisheiten für Mittwoch den 01.09.2010.
Daily Chinese für Mittwoch den 01.09.2010
Das chinesische Schriftzeichen des Tages für Mittwoch den 01.09.2010.
Glückskekse für jeden Tag - Dein Glückskeks für Mittwoch den 01.09.2010
Weisheit des Tages, verpackt in einem Glückskeks für Mittwoch den 01.09.2010.Heute vor einem Jahr
(02.09.2009)
China Fernsehtipps vom Mittwoch dem 02.09.2009
Aktuelle Fernsehtipps vom Mittwoch dem 02.09.2009 und den kommenden Tagen, gefiltert nach dem Stichwort „China“.
Dalai Lama würdigt Taiwans Demokratie
Der Dalai Lama ist am Sonntag Abend in Taiwan eingetroffen und wird bis Freitag bleiben.



















