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Das Leben in den Wasserdörfern des Yangtze-Deltas in China

Das Leben in den Wasserdörfern des Yangtze-Deltas in China folgt einem ruhigeren Rhythmus als das der Großstädte.

Das Wasser kann ohne Fische auskommen, aber kein Fisch ohne Wasser. Das besagt schon ein altes chinesisches Sprichwort, und so scheint es nicht nur den Fischen, sondern auch den zahlreichen Bewohnern der malerischen Wasserdörfer im Yangzte-Delta zu gehen. Wie Perlen an einer Schnur schmiegen sich kleine Siedlungen an den Fluss und sind von lebensspendenden Wasserwegen durchzogen. Hier ist das Wasser die sprichwörtliche Lebensader, denn ein Großteil des Lebens der Bewohner dieser kleinen Dörfer spielt sich entweder auf dem Wasser ab, oder hat mit Wasser und seinen zahlreichen Nebenerscheinungen zu tun. Die meisten Wasserdörfer haben sich über die Jahrhunderte hinweg kaum verändert, scheinen sogar in einer längst vergangenen Zeit stehengeblieben zu sein. Nur bei Nacht reflektieren die Kanäle zahlreiche bunte elektrische Lichter und Laternen und lassen diese idyllischen Orte in einem zauberhaften Glanz erscheinen.

Das Leben in den Wasserdörfern des Yangtze-Deltas folgt einem ruhigeren Rhythmus als das der Großstädte. Hier kann man chinesisches Leben in seiner reinsten Form beobachten und genießen. Waren in jeder Form und Farbe werden per Boot transportiert oder gleich aus dem Boot heraus verkauft. Den Luxus, Waren direkt an der Tür aus einem Boot heraus zu kaufen, wissen die Bewohner der Wasserdörfer bis heute sehr zu schätzen und die Wassermärkte gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Die Vielzahl der traditionellen Manufakturen nutzt die Wasserstraßen ebenfalls zum Transport und das Boot gilt bis heute als das wichtigste Verkehrsmittel. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass aufgrund der vielen Brücken, die Straßen der Wasserdörfer zumeist nicht befahren werden können. Sogar Theaterstücke werden zu Wasser aufgeführt.

Das alles bedeutet jedoch nicht, dass sich in den verschlungenen kleinen Gassen kein Leben tummelt. Am Abend zieht es Jung und Alt hinaus, zum Essen, Tanzen, Spielen. Hier und da kann man auch mal einer spannenden Partie Go beiwohnen. Auch wenn sich die Wasserdörfer alle in ihrem grundlegenden Charakter ähneln, so hat jedes Dorf doch seine Eigenart. Über das Wasserdorf Fengjing heißt es aufgrund seiner Flüsse und Brücken “zwei Brücken je drei Schritte und zehn Häfen in einem Blick”. Tongli hingegen ist eines der am besten erhaltenen Wasserdörfer und die wunderbaren Gärten gehören zum Teil sogar zum UNESCO Weltkulturerbe. Mit seinen Gebäuden aus der Ming und Qing Dynastie versprüht es einen ganz besonderen Charme. Von Touristenmassen noch weitestgehend unbeachtet lohnt sich ein Besuch in einem der malerischen Wasserdörfer in vielerlei Hinsicht.

Quelle: Caissa

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