PetroChina: Raffinerieverluste beeinträchtigen Halbjahresgewinn

Der chinesische Ölmulti PetroChina hat für das erste Halbjahr durchwachsene Zahlen präsentiert. Im Juniquartal gab es sogar eine dicke Enttäuschung.


PetroChina hat im ersten Halbjahr einen Nettogewinn von 62 Milliarden Yuan erwirtschaftet. Dieses Resultat lag unter der Analystenschätzung von 63,77 Milliarden Yuan, das Bloomberg veröffentlicht hatte. Im vergangenen Jahr hatte Chinas größter Ölkonzern noch einen Gewinn von 66 Milliarden Yuan verbucht.

Vor allem das schlechte Resultat im zweiten Quartal war Schuld daran, dass die Erwartungen enttäuscht wurden: Rein rechnerisch betrug der Nettogewinn im Juniquartal 22,83 Milliarden Yuan, verglichen mit 29 Millionen Yuan im Vorjahr. Dieses Resultat lag deutlich unter der Analystenerwartung. Laut einer Umfrage von Reuters hatten Branchenexperten im Schnitt einen Gewinn von 26,73 Milliarden Yuan erwartet.

PetroChina hat in den ersten sechs Monaten 452,4 Millionen Barrel Rohöl gefördert. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtproduktion von Öl und Gas stieg derweil um 3,8 Prozent auf 667,9 Millionen Barrel. Der durchschnittliche Verkaufspreis legte 6,3 Prozent zu auf 107,98 US-Dollar pro Barrel.

Verluste durch Ölimporte

Vor allem der Raffineriesektor ist unverändert ein großer Belastungsfaktor: Die Chemie- und Raffineriesparte verbuchte in der ersten Jahreshälfte einen Verlust von 28,9 Milliarden Yuan. Dabei entfiel auf das Raffineriegeschäft ein Fehlbetrag von 23,2 Milliarden Yuan. Um Chinas gigantischen Hunger nach Energie zu stillen, muss PetroChina auf dem internationalen Markt Rohöl zu handelsüblichen Spotpreisen aufkaufen, das dann zu Sprit verarbeitet wird. Allerdings können diese Kosten nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden, da die chinesische Regierung die Spritpreise reglementiert.

Quelle: emfis

ChinaObserver