Internet zentral für Chinas sozioökonomische Entwicklung
Ende 2011 surften bereits 513 Millionen Chinesen im World Wide Web. China hat damit die weltweit größte Anzahl von Internetnutzern.
Das Pressebüro des chinesischen Staatsrats hat sich am Mittwoch über die jüngste Entwicklung des Internets in China geäußert. Den Schwerpunkt der Pressekonferenz bildeten die markante Zunahme der Internetuser seit Einführung des World Wide Web im Jahr 1994 sowie die rasant wachsende Beliebtheit von Mikroblogs.
Am 4. Mai im letzten Jahr wurde das staatliche Büro für Internet-Informationen errichtet. Wang Chen, der Direktor dieses Büros, hat die Entwicklung des Internets in China seit seinen Anfängen im Jahr 1994 persönlich miterlebt:
„China ist seit 1994 ans Internet angeschlossen. Seither hat sich das Internet hier sprunghaft entwickelt. Das Internet wird in China umfassend genutzt. Mit seinem reichhaltigen Inhalt ist es zu einem wichtigen Bestandteil der Infrastruktur und zu einem einflussreichen Medium für die sozioökonomische Entwicklung des Landes geworden. Das Internet spielt in den verschiedensten Bereichen eine immer größere und positive Rolle. Dazu gehören die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, die Gewährleistung der Rechte der Bevölkerung, aber auch die Bereicherung des geistigen und kulturellen Lebens der Bevölkerung.”
Ende 2011 surften bereits 513 Millionen Chinesen im World Wide Web. China hat damit die weltweit größte Anzahl von Internetnutzern. Rund die Hälfte davon schreibt regelmäßig Mikroblogs.
Wang Chen hält das Umfeld für die Entwicklung des Internets in China für positiv und attraktiv für Investoren. Nach Chinas WTO-Beitritt vor zehn Jahren hätten sich zahlreiche ausländische Internetfirmen in China niedergelassen und zur Entwicklung des Internets beigetragen, so Wang Chen.
China verzeichnet nicht nur eine wachsende Zahl Internetuser, sondern auch immer mehr Mikroblogger. Allein im Jahr 2010 gab es 330 Millionen registrierte Mikroblogger. Momentan werden pro Tag im Durchschnitt 150 Millionen Mikroblogs veröffentlicht.
Seit Ende 2011 müssen sich Mikroblogger mit ihrem wirklichen Namen registrieren. Das neue System wurde probeweise in Beijing, Shanghai, Tianjin, Guangzhou und Shenzhen eingeführt. Später soll es im ganzen Land zur Anwendung kommen.
Bereits jetzt rege genutzt werden Mikroblogs von Chinas Beamten – und zwar auf allen Verwaltungsebenen. Momentan sind es etwas mehr als 50.000 Beamte, die bloggen. Wang Chen sieht in den Mikroblogs einen neuen Kanal für den Austausch zwischen der Regierung und der Bevölkerung:„Wir unterstützen die Errichtung von Mikroblogs für die Mitglieder der Verwaltungsbehörden voll und ganz. Wir sind der Ansicht, dass Mikroblogs ein wichtiges Portal für den Informationsaustausch und zur Gewährleistung von Dienstleistungen sind. Mit Hilfe von Mikroblogs können die sozioökonomische Entwicklung vorangetrieben, und Fragen der Bevölkerung beantwortet werden. Vor allem bei sozialen Problemen sind Mikroblogs hilfreich.”
Tags: China, Internet, User, Mikroblog, Blog
Quellen:
Chinabroadcast

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